Der Brand eines Dachstuhls einer Doppelhaushälfte in Emskirchen (Landkreis Neustadt/Aisch) hat die Feuerwehren aus Emskirchen, Wilhelmsdorf, Hagenbüchach und Mausdorf beschäftigt. Die Einsatzkräfte wurden am Mittwoch erneut auf den Plan gerufen.
Ein Zeuge meldete gegen 14 Uhr beim Notruf der Polizei Mittelfranken den Brand des Dachstuhls einer Doppelhaushälfte in der Mozartstraße. Das teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch mit.
Bereits auf der Anfahrt stellten die Einsatzkräfte der Feuerwehr eine extrem starke Rauchentwicklung, ausgehend von dem Brandobjekt, fest, wie der Pressesprecher der Feuerwehren im Kreis, Rainer Weiskirchen, bereits am Dienstagnachmittag erklärte.
Eine Hälfte eines Doppelhauses stand im Vollbrand. Die Feuerwehren aus Emskirchen und Wilhelmsdorf begannen vom zwei Seiten mit vier C-Rohren und unter Atemschutz den Löschangriff. Zur besseren Aufstellung der Drehleiter fällten sie einen kleinen Baum.
Die Feuerwehren aus Hagenbüchach und Mausdorf wurden nachalarmiert, um ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben. Kurze Zeit später erfolgte laut Weiskirchen noch die Alarmierung des Abrollbehälters Atemschutz des Landkreises.
Durch den Vollbrand der einen Doppelhaushälfte griff das Feuer im Dachbereich auch auf die zweite Doppelhaushälfte über, konnte aber von den Einsatzkräften schnell abgelöscht werden, informierte Weiskirchen.
Das BRK war mit zwei Rettungswagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Eine 74-jährige Anwohnerin erlitt laut Polizeipräsidium durch den Brand eine Rauchgasvergiftung und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Schnelleinsatzgruppe Transport vom BRK wurde nachalarmiert. Gegen 16 Uhr wurden die Feuerwehren aus Wilhelmsdorf und Hagenbüchach aus dem Einsatz herausgelöst, um in der Gegend wieder eine einsatzbereite Feuerwehr zu haben.
Die Polizei war mit vier Streifen vor Ort, durch das Großaufgebot der Feuerwehren war eine Verkehrsregelung in der Umgebung des Einsatzortes notwendig. Auch Emskirchens Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht machte sich am Dienstag vor Ort ein Bild der Lage.
Nach dem Einsatz am Dienstag ist es am Mittwochmorgen zu einem erneuten Feuerwehreinsatz gekommen. Gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu dem Objekt alarmiert, nachdem ein Nachbrand festgestellt worden war.
Wie die Feuerwehr Emskirchen vor Ort mitteilte, lässt sich ein solcher Nachbrand nach einem größeren Feuer trotz intensiver Nachlöscharbeiten nicht immer vollständig ausschließen. Die Einsatzkräfte hatten bereits bis weit nach Mitternacht eine Brandwache an der Einsatzstelle gehalten.
Die Feuerwehr Emskirchen sprach zudem zwei ortsansässigen Einzelhändlern ihren Dank aus. Diese hatten die Einsatzkräfte während des langen Einsatzes mit Essen und Getränken versorgt. Dabei handelte es sich um eine Spende zur Unterstützung der Feuerwehr.
Die Höhe des Sachschadens schätzt das Polizeipräsidium Mittelfranken derzeit auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar. Das zuständige Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei ermittelt.