Wie weit sind meine Pflanzen weg vom Wasseranschluss? Diese Frage sollte man sich stellen, wenn man einen neuen Gartenschlauch anschafft. Denn dessen Länge ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit: Ein zu kurzer Schlauch belastet Kupplungen und Anschlüsse, weil ständig Zug darauf liegt, so der TÜV Süd.
Und auch ein deutlich zu langer Schlauch kann demnach problematisch sein: Denn der ist nicht nur schwerer zu handhaben und kann zur Stolperfalle werden. Er knickt auch leichter ein.
Der TÜV Süd rät beim Schlauchkauf außerdem auf die Herstellerangaben zu Berstdruck und Betriebsdruck (in bar) zu achten. Der Betriebsdruck zeigt an, für welchen Wasserdruck der Schlauch im Alltag ausgelegt ist. Der Berstdruck sollte deutlich darüber liegen, damit der Schlauch auch kurzfristige Druckspitzen aushält.
Überhaupt kann man sich fragen, ob ein einfacher Gartenschlauch die beste Wahl ist. Wer etwa Kübelpflanzen, Beete oder Hecken wässern will, ist mit einem Tropfbewässerungsset womöglich besser beraten. Das gibt das Wasser über individuell einstellbare Tropfdüsen langsam und bodennah ab. Der Vorteil laut TÜV Süd: Die Feuchtigkeit gelangt direkt an die Wurzeln der Pflanzen. Es verdunstet weniger Wasser. Und auch die Wasserverluste durch überlaufende Töpfe oder Untersetzer erübrigen sich dem Magazin „Mein schöner Garten“ zufolge damit.
Für Rasenflächen kommen hingegen sogenannte Regner infrage. Die sollten aber zur jeweiligen Gartenfläche passen. Für rechteckige Flächen eignet sich „Mein schöner Garten“ zufolge etwa ein Schwenkregner oder ein Viereckregner mit einem länglichen Schwenkarm mit mehreren Düsen. Sollen bogige Rasenverläufe oder kleine Rasenflächen gegossen werden, sind Kreis- oder Teilkreisregner eine gute Idee.
Pulsierende Kreisregner mit großem Durchfluss und hohem Wasserdruck sind demnach etwas für größere Rasenanlagen: Sie haben dem Magazin zufolge eine Reichweite von bis zu 50 Metern.
Außerdem sollte der Regner einstellbar sein. Sonst werden womöglich Wege, Fassaden oder Nachbargrundstücke unnötig bewässert, so der TÜV Süd. Um herauszufinden, ob ausreichend oder gar zu viel Wasser aus dem Regner im Rasen ankommt, empfiehlt „Mein schöner Garten“, bei der ersten Nutzung eines neuen Regners einen Regenmesser aufzustellen. Der ist etwa im Baumarkt zu haben und misst die Wassermenge pro Quadratmeter.
Rasen auf Sandboden sollte demnach bei Trockenheit alle drei bis vier Tage mit 10 bis 15 Litern Wasser pro Quadratmeter versorgt werden. Bei Lehmboden reicht eine Bewässerung pro Woche mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter aus.
Ein Tipp des Nabu: Wildkräuter im Garten stehenlassen, statt großflächig auf raspelkurzen Golfrasen zu setzen. Dann muss man weniger wässern. Eine Wildblumenwiese mit standortheimischen Pflanzen kommt demnach sogar ganz ohne künstliche Bewässerung aus.
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