Spürhunde haben nach dem Einsturz eines Gründerzeithauses im sächsischen Görlitz keine Lebenszeichen mehr unter den Trümmern wahrgenommen. „Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an, was sie gestern auch gemacht haben“, erläuterte der Einsatzleiter der Feuerwehr Görlitz, Remo Kölzsch - heute hätten sie bislang aber nicht angeschlagen.
Noch immer werden drei Menschen vermisst. Die Einsatzkräfte arbeiten sich mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg. „Der Einsatz von großen Baggern würde die verschütteten Menschen mehr gefährden“, betonte Kölzsch. Eine große Gefahr bei der Rettungsaktion sei, dass sich nach wie vor Gas in den Hohlräumen befinden könnte.
Das Haus war am frühen Montagabend eingestürzt. Die genaue Ursache stehe noch nicht fest, erläuterte Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU). Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus. Vermisst werden noch zwei rumänische Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren und ein Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 48 Jahren. Zwei der ursprünglich fünf Vermissten waren kurz nach Mitternacht aufgetaucht - die Feriengäste waren noch auf der Anreise.
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