Bei Neuselingsbach musste am Pfingstsonntag die Feuerwehr einen Mann aus einem Auto befreien. Dabei war die Neuhöfer Wehr eigentlich gerade zu einem Waldbrand unterwegs. Aber das ist nicht das Erstaunlichste an dem Fall.
Die Feuerwehr Neuhof bekam Unterstützung von der Wehr aus Markt Erlbach. Zum Waldbrand wurde Obernzenn nachalarmiert.
Der Unfall ereignete sich gegen 14.15 Uhr zwischen Neuselingsbach und Neuhof, teilte Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen mit. Ein 57-jähriger Autofahrer war auf der Gefällstrecke in Richtung Neuhof aus bislang ungeklärter Ursache rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dort durchbrach er die Leitplanke, stürzte mit dem Wagen mehrere Meter durch dichtes Gebüsch eine Wiese hinab und überschlug sich dabei mehrfach. Das komplett zerstörte Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen, der Fahrer war in seinem Auto eingeschlossen, jedoch nicht eingeklemmt. Die Feuerwehren aus Neuhof und Markt Erlbach stützten das Fahrzeug ab, stellten den Brandschutz sicher und befreiten den Fahrer aus seiner misslichen Lage.
Der Rettungsdienst, mit Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort, brachte den leicht verletzten Fahrer ins Krankenhaus. Der Rettungshubschrauber landete ebenfalls an der Einsatzstelle. Der Straßenbaulastträger wurde wegen der zerstörten Leitplanke informiert. Die Polizei beziffert den Schaden am Fahrzeug auf 20.000 Euro und den an der Leitplanke auf 5000 Euro.
Vor gut einem Monat, am 15. April, nachmittags, ereignete sich bereits ein Unfall zwischen Neuhof und Neuselingsbach, der, wie Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen mitteilt, fast exakt demjenigen vom Pfingstsonntag ähnelt. „Das ist wie nach einer Blaupause”, staunt selbst der Fachmann. Auch damals durchbrach ein Auto die Leitplanke, überschlug sich mehrfach und blieb – damals auf der Seite – liegen. Auch damals musste der Fahrer aus dem Fahrzeug befreit werden, war aber nicht eingeklemmt. Und zuletzt: Auch damals war der Fahrer 57 Jahre alt. Eine Nachfrage bei der Polizei bestätigt denn auch: Es handelt sich um denselben Fahrer.