1:1 in Wolfsburg: Heidenheim springt auf Relegationsplatz | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.01.2026 17:39

1:1 in Wolfsburg: Heidenheim springt auf Relegationsplatz

Wolfsburgs Lovro Majer (r) wird vom Heidenheimer Benedikt Gimber bedrängt. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Wolfsburgs Lovro Majer (r) wird vom Heidenheimer Benedikt Gimber bedrängt. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Wolfsburgs Lovro Majer (r) wird vom Heidenheimer Benedikt Gimber bedrängt. (Foto: Swen Pförtner/dpa)

Der 1. FC Heidenheim hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Beim 1:1 (1:0) in Wolfsburg verpasste der bisherige Tabellenletzte zwar einen durchaus möglichen Auswärtssieg. Dennoch verbesserte sich der FCH durch die späten Niederlagen der beiden Konkurrenten Mainz 05 und FC St. Pauli auf den Relegationsplatz.

Die 1:0-Führung durch Adrian Beck (45.+1) glich Wolfsburgs Abwehrspieler Moritz Jenz in der 79. Minute noch aus. Nach dem Schlusspfiff waren beiden Teams enttäuscht. 

Dass die Heidenheimer als Gegner keine hohe Wertschätzung in Wolfsburg genießen, war schnell sicht- und hörbar. Bei nur 19.163 Zuschauern in der Volkswagen Arena blieben fast 10.000 Plätze leer. Bei jedem Ball, der zum eigenen Torwart zurück statt nach vorn gespielt wurde, pfiffen die Fans.

Nur Halbchancen für Wolfsburg

Die mit Nationalspielern wie Christian Eriksen, Lovro Majer, Patrick Wimmer oder Mohammed Amoura deutlich besser besetzten Gastgeber dominierten das Spiel von Beginn an und kamen schon in der ersten Halbzeit auf eine Ballbesitzquote von 64:36 Prozent. Doch dem Wolfsburger Spiel fehlten Tempo und Zuspitzung, um sich mehr als nur Halbchancen herauszuspielen.

In der 13. Minute klärte Niklas Dorsch vor dem einschussbereiten Amoura. Distanzschüsse von Majer (19.) und Yannick Gerhardt (24.) flogen knapp am Tor vorbei oder wurden geblockt. Der schönste Wolfsburger Angriff entsprang einem sehenswerten Diagonalpass von Eriksen auf Majer, den der Kroate im Strafraum auch technisch anspruchsvoll kontrollierte. Danach schoss er den Ball mit seinem schwachen rechten Fuß aber nur ans Außennetz (21.).

Heidenheims Führung zur Pause war nicht einmal unverdient, weil der Außenseiter schon kurz zuvor die bis dahin beste Chance des Spiels besaß. Nach einem Missverständnis zwischen Gerhardt und Jenz war Mathias Honsak auf einmal frei durch und wollte den Wolfburger Torwart Kamil Grabara umspielen. Der Pole klärte jedoch stark per Fußabwehr (35.).

Beck verpasst sein zweites Tor

Auch die zweite Halbzeit verlief zunächst nicht anders. Wolfsburg war überlegen und spielte auch längst nicht so konfus wie noch in weiten Teilen der Hinrunde unter dem ehemaligen Trainer Paul Simonis. Dazu brachten die Einwechselungen von Kevin Paredes und Adam Daghim auch mehr Geschwindigkeit ins Spiel.

Doch die große Chance hatte Heidenheim. In der 60. Minute zeigte Grabara bereits seine zweite herausragende Parade, als er einen Kopfball des völlig frei stehenden Beck über die Torlatte lenkte. 

Möglichkeiten dieser Qualität gab es auf der anderen Seite nicht. Dazu verteidigte Heidenheim zu gut. Und dazu fehlte den Wolfsburger Angriffen lange Zeit die Präzision und auch das nötige Feuer.

Auch das 1:1 durch Jenz war nicht etwa herausgespielt, sondern fiel aus kurzer Distanz nach einem Eckball. Danach hätte der VfL das Spiel sogar fast noch gedreht. Doch Amoura (83.) und Jesper Lindström (84.) vergaben jeweils die Chance zum 2:1.

© dpa-infocom, dpa:260117-930-559271/1


Von dpa
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