Manche nutzen ihr Fahrrad ganzjährig, manche wiederum holen den Drahtesel erst wieder im Frühling hervor. Wer aber nach längerer Standzeit wieder aufsitzen will, checkt und pflegt das Gefährt besser vorher. Aber was sollte man alles in Augenschein nehmen? Der ADAC Hessen-Thüringen hat ein paar Tipps parat.
Es kommt auch auf den Fahrstil an: Wer häufig und stark bremst, oft in bergigem Gelände oder bei schlechtem Wetter fährt, muss meist eher austauschen.
Auch E-Bikes zeigen wegen des höheren Gewichtes und der höheren Geschwindigkeiten einen höheren Verschleiß der Bremsbeläge. In der Regel sollte einmal im Jahr eine Verschleißprüfung gemacht werden.Achtung: Arbeiten an den Bremsen sind sicherheitsrelevant. Wer sich das nicht zutraut, vertraut die Arbeiten und Wartung besser einer Fachwerkstatt an. Sogar die Felge ist bei Felgenbremsen ein Verschleißteil, da die Felgenwand mit der Zeit abgeschmirgelt wird. Dafür haben manche Felgen einen Verschleißindikator: eine feine Rille in der Mitte der Felgenwand. Sobald diese nicht mehr sichtbar ist, sollte die Felge getauscht werden.
Luftverlust kann auch auf Schäden am Schlauch hinweisen. Wer das ausschließen will, kann den Schlauch ausbauen und aufgepumpt in ein Wasserbad halten. Wo es blubbert, ist eine defekte Stelle.
Richtig saubermachen: Kurz in die Waschbox mit dem Drahtesel und mit dem Hochdruckreiniger draufhalten – fertig ist die Fahrradwäsche? Nein, lieber nicht. So könnte man nicht nur Schmierstoff aus dem Antrieb spülen, sondern das Wasser auch in die empfindlichen Lager und Kontakte bringen.Groben Schmutz am Rahmen kann man mit Wasser, Schwamm oder Lappen entfernen. Zum Abschluss versiegeln oder Wachspolitur nutzen. Dadurch kann das Wasser besser abperlen und neuer Schmutz haftet nicht so leicht an.
An Kette und Kassette groben Schmutz zunächst mit einer Bürste wegmachen. Danach die Kette gleichmäßig mit Kettenschmierstoff behandeln – das sorgt für möglichst wenig Widerstand und kann vor Rost schützen.
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