Antwort auf Trump: St. Pauli verleiht „Peace Prize“ in USA | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.04.2026 16:30

Antwort auf Trump: St. Pauli verleiht „Peace Prize“ in USA

St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. (Archivbild) (Foto: Gregor Fischer/dpa)
St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. (Archivbild) (Foto: Gregor Fischer/dpa)
St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. (Archivbild) (Foto: Gregor Fischer/dpa)

Unter anderem als Replik auf US-Präsident Donald Trump hat der Fußball-Bundesligist FC St. Pauli in den USA einen „Peace Prize“ ins Leben gerufen. Erster Preisträger ist ein Barbetreiber aus Minnesota, dessen Lokal mit dem Namen „Black Hart of St. Paul“ als Treffpunkt für Fußball-Fans und inklusiver Raum für die queere Community in der Stadt dient.

Trump war im Dezember bei der Auslosung zur Fußball-WM von dem Weltverband FIFA mit einem Friedenspreis („Peace Prize“) ausgezeichnet worden. In den Augen der Hamburger war dies „ein Schritt, der den Fußball für politische Symbolik vereinnahmt hat“. Die Aktion des FC St. Pauli sei „ein bewusster Gegenentwurf“ dazu, heißt es in einer Mitteilung des Clubs. „Im Mittelpunkt stehen keine Machtfiguren, sondern Menschen, die im Alltag Verantwortung übernehmen und demokratische Teilhabe konkret stärken“.

Neuer Instagram-Kanal für die USA

St. Paulis Präsident Oke Göttlich hatte bereits im Januar in mehreren Interviews gefordert, zumindest über einen Boykott der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada zu diskutieren. Die Clubführung beklagt aktuell Entwicklungen in den USA, „in denen autoritäre Tendenzen und gezielte Einschränkungen von Rechten und Freiheiten zu beobachten sind“.

Als Reaktion darauf wolle der FC St. Pauli mit seinem „Peace Prize“ Menschen und Initiativen würdigen, „die sich aktiv für Solidarität, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander einsetzen“. Außerdem startete der Club eigens einen neuen Instagram-Kanal für die USA.

© dpa-infocom, dpa:260413-930-940029/1


Von dpa
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