Der neuerliche Versuch der Deutschen Bahn (DB), ihr Elektronisches Stellwerk in Ansbach komplett in Betrieb zu nehmen, beschert Fahrgästen in Westmittelfranken für einige Tage schwere Beeinträchtigungen.
Das Stellwerk sollte eigentlich bereits im Oktober ans Netz gehen, allerdings kam es dabei zu Anbindungsproblemen. Die Totalsperre des Bahnknotens Ansbach lief zumindest in dieser Hinsicht zu diesem Zeitpunkt ins Leere. Nun soll ein neuer Versuch alles richten – allerdings ist auch hierfür eine komplette Sperrung der Bahnstrecken im Raum Ansbach erforderlich.
Dauer der Baumaßnahme ist vom 28. Januar bis zum 4. Februar. In diesem Zeitraum sind zwei Strecken an einigen Tagen gesperrt:
Nach Fahrplanauskunft des privaten Zugbetreibers Arverio fährt der RE80 (Würzburg–Treuchtlingen) vom 28. Januar bis einschließlich 3. Februar nur zwischen Treuchtlingen und Gunzenhausen sowie zwischen Steinach und Würzburg. Der mittlere Abschnitt wird von Ersatzbussen befahren. Zeitweise fährt der Schienenersatzverkehr auch bis Würzburg durch.
Vom 4. bis 6. Februar soll die Streckensperrung aufgehoben sein, es kommt allerdings weiterhin zu Zugausfällen in verschiedenen Abschnitten. Während einige Verbindungen des RE80 wieder durchgängig unterwegs sind, werden manche Züge weiterhin durch Busse ersetzt.
Nach Angaben der DB verkehrt auch die S4 auf der Strecke Nürnberg–Ansbach–Crailsheim nicht immer durchgängig. Von Donnerstagnachmittag, 29. Januar, bis 3. Februar fallen die S-Bahnen zwischen Wicklesgreuth und Ansbach sowie weiter nach Crailsheim komplett aus. Auch hier sollen Busse den Zugverkehr ersetzen.
Auch der RE90 (Nürnberg–Stuttgart) kann nicht auf ganzer Strecke verkehren. Er endet aus Stuttgart kommend ab Donnerstagnachmittag, 29. Januar, bis 3. Februar stets in Dombühl. Zwischen Dombühl und Nürnberg besteht Schienenersatzverkehr per Bus.
Den Ersatzfahrplan für die S4 und den RE90 finden Sie an dieser Stelle.
Wegen der Bauarbeiten entfallen im Zeitraum der Totalsperrung auch die Fernverkehrsverbindungen im Knoten Ansbach, also die IC-Linie 61 sowie die ICEs mit Halt in Ansbach. Letztere werden großräumig zwischen München und Würzburg über Nürnberg umgeleitet.
Viele Umleiterzüge, die nicht nur den Fernverkehr, sondern auch den Güterverkehr betreffen, fahren in dieser Zeit auf der Strecke Nürnberg–Würzburg. Um dort Platz zu schaffen, lässt die Bahn wie schon seit einigen Wochen jede zweite S-Bahn der Linie S6 (Nürnberg–Neustadt/Aisch) ausfallen. Diese Maßnahme gilt noch bis 6. Februar.