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Veröffentlicht am 20.01.2026 03:03, aktualisiert am 20.01.2026 10:21

Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei Zugunglück in Spanien

In den besonders stark zerstörten Waggons wurden noch mindestens zwei Tote vermutet. (Foto: -/Guardia Civil via AP/dpa)
In den besonders stark zerstörten Waggons wurden noch mindestens zwei Tote vermutet. (Foto: -/Guardia Civil via AP/dpa)
In den besonders stark zerstörten Waggons wurden noch mindestens zwei Tote vermutet. (Foto: -/Guardia Civil via AP/dpa)

Die spanischen Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei dem schweren Zugunglück vom Sonntagabend in Andalusien. Es lägen 43 Vermisstenanzeigen vor, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska dem staatlichen TV-Sender RTVE in der Nacht zu Dienstag. 40 Tote waren zu diesem Zeitpunkt geborgen worden. „Drei der von den Sicherheitskräften am Fundort gesichteten Leichen befinden sich noch im Zug Avila“, fügte der Minister hinzu. 

Bis zum Morgen konnte ein weiterer Toter aus den Trümmern geborgen werden, womit die Zahl der bestätigten Todesopfer nach Polizeiangaben auf 41 stieg. Von den mehr als 170 Verletzten schwebt Medienberichten zufolge niemand mehr in Lebensgefahr. 

Auswärtiges Amt: Es gibt auch deutsche Betroffene

Das Auswärtige Amt (AA) in Berlin teilte am Montagabend mit: „Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden. Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben.“ Man stehe mit den örtlichen Behörden im engen Austausch, um eine Aufklärung der Identitäten der Opfer zu betreiben. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei den deutschen Betroffenen um Tote oder Verletzte handelt. Grande-Marlaska sagte, bis Montagabend sei es gelungen, sieben Tote zu identifizieren.

Am Sonntagabend waren zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende Hochgeschwindigkeitszüge nördlich von Córdoba kollidiert und entgleist. Als Ursache für die Katastrophe wurde ein Bruch einer Schiene nicht ausgeschlossen. Verkehrsminister Óscar Puente betonte jedoch, es werde mindestens Tage oder auch Wochen dauern, bis es belastbare Erkenntnisse über die Ursachen für den Unfall gebe. 

Am Nachmittag wurde auch das spanische Königspaar am Unglücksort erwartet. König Felipe VI. und Königin Leticia waren vorzeitig aus Athen zurückgekehrt, wo sie an der Beisetzung von Irene von Griechenland, der Schwester der spanischen Altkönigin Sofía, teilgenommen hatten.

© dpa-infocom, dpa:260120-930-568594/2


Von dpa
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