Der Jahreswechsel war ein Schicksalsschlag für 37 Menschen in der Herbartstraße. Über Nacht verloren sie bei einem Großbrand ihr Zuhause. Jetzt äußert sich die Vermieterin, die Joseph-Stiftung aus Bamberg, zu dem Vorfall und sichert den Betroffenen ihre Unterstützung zu.
Die Flammen des lichterloh brennenden Mehrparteienhauses waren in der Silvesternacht schon von weitem zu sehen. Rund 200 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand in den Griff zu bekommen. Doch auch ihre unermüdliche Arbeit konnte nicht verhindern, dass sich das Feuer über die Holzfassade ausbreitete und 22 Wohnungen nahezu unbewohnbar machte. Von einem Moment auf den anderen standen 37 Bewohnerinnen und Bewohner ohne Dach über dem Kopf vor vollendeten Tatsachen.
„Der schwere Brand in der Silvesternacht hat großes Leid und erhebliche Schäden verursacht”, heißt es in einer Stellungnahme der Joseph-Stiftung, der das 2014 eingeweihte Haus gehört. „Unsere Gedanken gelten den Menschen, die durch dieses Ereignis ihr Zuhause verloren haben.” Die Verantwortlichen sind sich der Belastung bewusst, die dieser Schicksalsschlag für die Betroffenen bedeutet.
Gemäß den Ausführungen in der Stellungnahme wurde unmittelbar nach dem Brand ein Krisenstab mit allen Bereichen eingerichtet, der seitdem die Situation und ihre Folgen bearbeitet. Gleichzeitig arbeitet die Stiftung, bei der es sich um ein kirchliches Wohnungsunternehmen handelt, eng mit der Stadt Ansbach zusammen, um schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten. Dies ist auch gelungen. Wie die Stadt bereits am Mittwoch berichtete, konnten alle betroffenen Personen kurzfristig in Übergangsunterkünften untergebracht werden.
Für die Joseph-Stiftung steht das Wohl und die Unterstützung der Betroffenen klar an erster Stelle. So haben die Verantwortlichen einerseits den eigenen Wohnungsbestand in Ansbach überprüft und andererseits Kontakt zu Wohnungsunternehmen und Genossenschaften in der Region aufgenommen, um verfügbare Mietwohnungen für die Betroffenen zu finden.
Kurzfristig will die Stiftung nach eigenen Angaben jedem betroffenen Haushalt eine freiwillige finanzielle Unterstützung von mindestens 1000 Euro zahlen. Je nach Anzahl der Mitglieder eines Haushaltes falle die Summe höher aus, heißt es in der Stellungnahme.
Mittel- und langfristig werde die Situation der Bewohner in enger Abstimmung mit der Stadt Ansbach, die Spenden, Hilfsangebote und andere Maßnahmen vor Ort koordiniert, betrachtet. „Sollten sich im weiteren Verlauf Härtefälle ergeben – etwa bei der Anschaffung eines neuen Hausstands oder der Suche nach einer neuen Wohnung –, wird die Joseph-Stiftung als sozial verantwortlicher Vermieter im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung leisten.”
Wie es mit dem Mehrparteienhaus in der Herbartstraße weitergeht, ist dagegen ungewiss. „Die Schäden in den betroffenen Wohnungen variieren je nach Nähe zum Brandherd.” Derzeit ist laut der Stiftung unklar, wann und ob überhaupt eine Rückkehr möglich sein wird. Dies hänge von den Begutachtung des Schadens durch einen Sachverständigen ab.