Die Einsatzmittel im Katastrophenschutz werden modernisiert: Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen und dem Innenministerium eine neue Feldküche konzipiert. Bei einer Live-Kochaktion im BRK-Katastrophenschutzzentrum Neuendettelsau wurde sie präsentiert.
Bei der Kochaktion bereiteten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Fachdienstes „Betreuung“ fränkisches Schäufele mit Kloß und Soße zu. Auch einen Nachtisch gab es: frisch gebackener Kuchen. Dies sollte die Leistungsfähigkeit der mobilen Einheit demonstrieren, so das BRK.
Zu den Gästen zählten unter anderem BRK-Präsidentin Angelika Schorer und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Im Anschluss an das Kochen fand ein Fachgespräch zu den aktuellen Herausforderungen im Katastrophen- und Zivilschutz statt.
Die neue Feldküche ermögliche eine zuverlässige und hygienisch einwandfreie Versorgung von Einsatzkräften und Betroffenen in Krisen- und Katastrophengebieten, so das BRK. Sie kann dabei in Gänze oder nur in Einzelmodulen flexibel genutzt werden.
Etwa 450 Essensportionen können mit dieser Feldküche pro Kochdurchgang zubereitet werden, heißt es. Zudem kann sie an verschiedene Einsatzszenarien angepasst wer- den – von kleinen Versorgungspunkten bis hin zur Massenverpflegung.
Es können mehrere Feldküchen miteinander kombiniert und so die Versorgungszahl vervielfacht werden. Das Konzept beinhaltet neben der Feldküche, auch Module zum Kühlen, Gefrieren und Spülen, heißt es weiter.
BRK-Präsidentin Angelika Schorer: „Die neuen Feldküchen sind eine Innovation für die Versorgungslogistik im Katastrophenfall. Sie erlauben es uns, schneller und besser auf Einsatz- und Katastrophenszenarien zu reagieren – sei es bei Hochwasser, Waldbränden oder länger andauernden Stromausfällen.“
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dankte allen Beteiligten, die an der Entwicklung und Umsetzung der Feldküche mitgewirkt haben. Er wies auf die Notwendigkeit guter Ausstattung für den Katastrophenschutz hin – in einer Zeit von immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen.
Zwölf dieser mobilen Küchen sind seit einigen Monaten innerhalb Bayerns im Einsatz, so die Information weiter. Rund 2,4 Millionen Euro hat der Freistaat Bayern in deren Beschaffung investiert. Weitere 24 Küchen sollen folgen, schreibt das BRK abschließend in seiner Pressemitteilung.