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Veröffentlicht am 19.01.2026 20:30

Bundesmittel für Neubau: THW-Ortsverbände Feuchtwangen und Dinkelsbühl profitieren

Bröckelnde Wegeoberflächen und eine verwitterte Fassade: Das Domizil des THW-Ortsverbandes Feuchtwangen in Banzenweiler ist mittlerweile völlig veraltet. Für den Ortsbeauftragten Florian Stöckert ist ein Neubau daher unausweichlich.  (Foto: Jasmin Kiendl)
Bröckelnde Wegeoberflächen und eine verwitterte Fassade: Das Domizil des THW-Ortsverbandes Feuchtwangen in Banzenweiler ist mittlerweile völlig veraltet. Für den Ortsbeauftragten Florian Stöckert ist ein Neubau daher unausweichlich. (Foto: Jasmin Kiendl)
Bröckelnde Wegeoberflächen und eine verwitterte Fassade: Das Domizil des THW-Ortsverbandes Feuchtwangen in Banzenweiler ist mittlerweile völlig veraltet. Für den Ortsbeauftragten Florian Stöckert ist ein Neubau daher unausweichlich. (Foto: Jasmin Kiendl)

Seit Jahren steht fest: Das Domizil des THW-Ortsverbands Feuchtwangen ist sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr dem heutigen Stand. Mit der Entscheidung des Bundes, das THW-Bauprogramm vollständig umzusetzen, könnte ein Neubau für Feuchtwangen in Sichtweite rücken. Auch das THW Dinkelsbühl soll von der Mittelfreigabe profitieren.

Wie die Pressestelle der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerks auf FLZ-Anfrage mitteilte, sei für Feuchtwangen ein neues Unterkunftsgebäude mit Fahrzeughalle vorgesehen. Für den Ortsverband Dinkelsbühl stehen nach Auskunft der Pressestelle ebenfalls Haushaltsmittel für Baumaßnahmen zur Verfügung. Allerdings läuft dort erst noch die Bedarfsermittlung. Nach dem Bauprogramm sollen auf Basis einer Musterplanung deutschlandweit in standardisierter Bauweise rund 200 Gebäude für die jeweiligen Ortsverbände entstehen.

Weitere 2,7 Milliarden Euro bereitgestellt

Über die vollständige Umsetzung des Programms hatte kürzlich der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Träger, informiert. Er berief sich auf einen Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages, wonach nach einer ersten Tranche in den nächsten Jahren nun weitere 2,7 Milliarden Euro für THW-Unterkünfte bereitgestellt werden.

Dass es am Standort des Feuchtwanger THW im Ortsteil Banzenweiler erheblichen Handlungsbedarf gebe, sei bereits 2014 in einem Konzept festgestellt worden, das von der Landesbaudirektion beauftragt worden sei, erinnerte der Feuchtwanger Ortsbeauftragte, Florian Stöckert. Es fehlt an ausreichend Dusch-, Wasch- und Umkleidemöglichkeiten für die Einsatzkräfte. Die Schulungsräume verfügen nur über einfache Isolierverglasung. Außerdem ist die Bausubstanz insgesamt stark geschädigt, unter anderem durch Feuchtigkeit und abplatzenden Putz. Auch die Hoffläche sei marode, wie Stöckert weiter erläuterte. Überdies würden zusätzliche Stellplätze und Lagermöglichkeiten benötigt.

Nach anfänglichen Überlegungen für eine energetische Sanierung fiel letztlich die Entscheidung für einen Neubau, der am bestehenden Standort in Banzenweiler errichtet werden soll. Dieses Grundstück befinde sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und biete, wie Stöckert deutlich machte, aufgrund seiner Größe noch Möglichkeiten für Erweiterungen.

Bestand entspricht nicht heutigen Anforderungen

Unabhängig von den baulichen Defiziten entspricht der mittlerweile völlig veraltete Bestand in Banzenweiler nach Ansicht des Ortsbeauftragten auch nicht mehr den heutigen Anforderungen an Objekt-, Sabotage- und Zugangsschutz sowie eine sichere Einsatzinfrastruktur.

Derzeit ist der Ortsverband auf der Suche nach einer Interimslösung während der Abbruch- und Bauphase. Für einen Zeitraum von voraussichtlich zwei bis vier Jahren muss der Ortsverband, der 100 Mitglieder (darunter 70 Aktive) hat, in ein Ausweichquartier umziehen. Der Fuhrpark umfasst sechs Fahrzeuge und mehrere Anhänger.

Der THW-Ortsverband Dinkelsbühl, der 70 Mitglieder hat, ist in einer Gewerbeimmobilie im Gewerbegebiet untergebracht, die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben angemietet wurde. Die Gebäude seien alles andere als bedarfsgerecht, teilte Ludwig Ochs vom Ortsverband mit. Das Grundstück sei deutlich zu klein, um die sieben Fahrzeuge und vier Anhänger sowie die Ausrüstung schnell zugänglich unterbringen und Ausbildungseinheiten für die 43 Aktiven bedarfsgerecht abhalten zu können.

Helfervereinigung unterstützt

Zu klein ist laut Ochs auch die Fahrzeughalle, weshalb die THW-Helfervereinigung bereits vor Jahren auf eigene Kosten eine zusätzliche Halle auswärts sowie ein Übungsgelände angemietet hat. Mehr Platz werde, so Ludwig Ochs weiter, auch bei den Büros sowie den Umkleide- und Sanitärräumen benötigt. Sinnvoll wäre ein zirka 6000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem neu gebaut werden könne und das genügend Freiflächen für die Ausbildung biete.

„Die Notwendigkeit einer neuen Unterkunft wurde seitens der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in einer Analyse nach unserer Kenntnis auch bereits festgestellt“, teilte Ludwig Ochs mit. Derzeit scheine der Vorgang bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sowie beim Bundesfinanzministerium zu liegen. Der THW-Ortsverband würde sich freuen, hebt Ochs hervor, wenn die weiteren Planungen zum genauen Bedarf und zur Umsetzung möglichst bald in Angriff genommen würden.

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