Caritas und Landrat präsentieren Plattform für Vereine im Neustädter Landkreis | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 25.06.2025 15:30

Caritas und Landrat präsentieren Plattform für Vereine im Neustädter Landkreis

Iris Reichel und Veronika Polok vom Freiwilligenzentrum der Caritas im Landkreis stellten die neue Engagement-Plattform „freilich“ im Landratsamt vor. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Christian von Dobschütz, der das Angebot am nächsten Tag auch den Bürgermeistern des Landkreises schmackhaft machte. (Foto: Nicole Gunkel)
Iris Reichel und Veronika Polok vom Freiwilligenzentrum der Caritas im Landkreis stellten die neue Engagement-Plattform „freilich“ im Landratsamt vor. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Christian von Dobschütz, der das Angebot am nächsten Tag auch den Bürgermeistern des Landkreises schmackhaft machte. (Foto: Nicole Gunkel)
Iris Reichel und Veronika Polok vom Freiwilligenzentrum der Caritas im Landkreis stellten die neue Engagement-Plattform „freilich“ im Landratsamt vor. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Christian von Dobschütz, der das Angebot am nächsten Tag auch den Bürgermeistern des Landkreises schmackhaft machte. (Foto: Nicole Gunkel)

Der Weg zum Ehrenamt wird erleichtert: Ab sofort gibt es auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim die bayerische Engagement-Plattform „frei!lich“. In der Bürgermeisterdienstversammlung warb Landrat Christian von Dobschütz geradezu leidenschaftlich dafür.

Auf der bayernweiten Internetplattform können Vereine, gemeinnützige Einrichtungen oder Initiativen auf sich aufmerksam machen und für Ehrenamtliche werben. Umgekehrt finden alle, die sich für eine gute Sache einsetzen möchten, Angebote und können je nach Interesse, Zeitumfang und Ort eine Auswahl treffen.


Das ist der Kitt, den wir brauchen.

Christian von Dobschütz

Es sei eine „Suche-Biete-Plattform“, sagte Landrat Dr. Christian von Dobschütz bei der Präsentation des neuen Angebots im Landratsamt. Der Landrat, der sich selbst neun Jahre lang beim DTV Diespeck ehrenamtlich als Vorsitzender engagiert hatte, übernahm gerne die Schirmherrschaft, wie er unterstrich. „Das ist der Kitt, den wir brauchen“, so von Dobschütz, der sich einen „Landkreis des Miteinanders“ wünscht.

Ehrenamt soll einfacher werden

Das bayernweite Netzwerk ist im Landkreis an das Freiwilligenzentrum „mach mit!“ bei der Caritas angegliedert. Angebote kann man unter www.freiwilligenzentrum-nea.de oder direkt über www.freilich-bayern.de einsehen. Auch auf der Homepage des Landkreises finden Interessierte einen Link.


Die Plattform ist sehr strukturiert, modern und leicht zugänglich.

Veronika Polok

„Ziel ist es, das Ehrenamt zu vereinfachen“, erläuterte Veronika Polok vom Freiwilligenzentrum. Auf der Plattform kann man nach Angeboten stöbern und bei der Suche auch einen Filter setzen und zum Beispiel Örtlichkeiten begrenzen. „Es lohnt sich, mitzumachen“, so Polok. „Die Plattform ist sehr strukturiert, modern und leicht zugänglich.“ Vereine können sich hier registrieren und das Freiwilligenzentrum überprüft die Gemeinnützigkeit.

„Eine Bühne, die es so noch nicht gab”

Es sei eine Marktlücke für Vereine, lobte von Dobschütz, denn gerade kleinere Vereine ohne eigene Homepage könnten hier nach Mitstreitern suchen und auf sich aufmerksam machen.

Es sei „eine Bühne, die es so noch nicht gab“, hob der Landrat hervor und betonte im Rahmen der Bürgermeisterversammlung gestern darüber hinaus nochmals den wechselseitigen Nutzen: Einerseits könnten hier Menschen, die sich ehrenamtlich in irgendeiner Form engagieren wollten – beispielsweise als Rentner – darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt, und wo gerade Bedarf herrscht.

„Lose Haufen” sollen von Angebot profitieren

Gleichzeitig hätten Vereine, Gruppen oder Initiativen hier die Chance, sich zu präsentieren und potenzielle Ehrenamtliche anzuwerben.

Wie der Landrat weiter ausführte, sollten jedoch nicht nur Vereine die Nutznießer sein. In seiner Heimatgemeinde Diespeck gebe es beispielsweise Klimaräte oder auch Freiwillige, die sich um Streuobstbestände kümmerten. „Vereine haben ja meistens noch ihre Netzwerke, wenn sie Leute brauchen. Aber dann gibt es auch noch solche losen Haufen, zu denen man nicht so leicht findet.“ Auch diese sollten vom neuen Angebot profitieren und es nutzen.

Kleiner, aber wichtiger Baustein gegen Wehklagen

Ausdrücklich bat von Dobschütz die anwesenden Bürgermeister, in den eigenen Kommunen Werbung für die neue Plattform zu machen – ob im kommunalen Mitteilungsblatt oder im persönlichen Gespräch. Das neue Angebot sei ein „kleiner, aber wichtiger Baustein“ gegen das allerorten verbreitete Wehklagen, „man findet doch sowieso keine Ehrenamtlichen mehr“. Auch für einmalige Ereignisse, wie zum Beispiel für den Kuchenverkauf beim nächsten Sport- oder Dorffest, könne man hier nach Helfern suchen.

Initiiert wurde „frei!lich“ vom Dachverband der Freiwilligenagenturen lagfa bayern e.V., lokalen Freiwilligenzentren und der Aktion Mensch. Schirmherr Christian von Dobschütz regte bei den Bürgermeistern nun an, die Plattform auf ihren Webseiten zu verlinken und wünschte der Suchfunktion viele Besucher, die sich einbringen wollen.


Von Nicole Gunkel
north