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Veröffentlicht am 09.04.2026 11:48

Check: Warum Sie jetzt auf den Dachboden steigen sollten

Der Sockelbereich ist besonders anfällig: Schnee und Eis setzen dem unteren Fassadenbereich zu. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn)
Der Sockelbereich ist besonders anfällig: Schnee und Eis setzen dem unteren Fassadenbereich zu. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn)
Der Sockelbereich ist besonders anfällig: Schnee und Eis setzen dem unteren Fassadenbereich zu. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn)

Einmal gründlich die Fassade ansehen: Das empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB) Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern im Frühjahr. Denn nach dem Winter zeigt sich dort demnach oft Verschleiß durch Schnee und Frost.

„Kontrollieren sollte man Klinkerfassaden auf Risse an Steinen und Fugen, Putzfassaden auch auf abgeplatzte Stellen“, rät Karl-Heinz Schneider vom VPB. 

Besonders genau anschauen sollten Sie den Sockelbereich. Denn der wird im Winter durch Schnee und Eis besonders belastet. Findet man hier feine, oberflächliche Risse kann man sie oft selbst ausbessern. Bei tieferen Rissen an der Fassade ist es sinnvoll Fachleute zu beauftragen, um schlimmeren Schäden vorzubeugen.

Abdichtungen am Balkon prüfen

Auch ein Blick auf den Balkon ist beim Frühjahrscheck sinnvoll: „Vor allem sollte man prüfen, ob der Anschluss an die Wand noch intakt ist“, so Schneider. „Aus älteren Kunststoff-Abdichtungen können sich im Laufe der Zeit die Weichmacher verflüchtigen.“ Dadurch werde die Abdichtung spröde und hafte nicht mehr an der Wand. Dringt dann Feuchtigkeit ins Innere, kann das laut VPB Bauschäden nach sich ziehen.

Und dann sollten Sie noch einen Blick aufs Dach werfen - zunächst von außen: Verschobene Ziegel und zerbrochene Dachsteine fallen oft schon auf, wenn Sie Ihr Dach von unten begutachten. Gewissheit über den Zustand kann ein hochauflösendes Bild geben. 

Fotos vom Dach machen - und vergleichen

Idealerweise macht man solche Fotos vom Dach laut VPB vom Nachbarhaus aus. Man kann sie aber auch mit Hilfe einer Drohne aufnehmen. Praktisch dabei: „Vergleicht man aktuelle Aufnahmen mit jenen aus den Vorjahren, lassen sich Veränderungen der Dachdeckung erkennen, was auch für die langfristige Sanierungsplanung hilfreich ist“, so Andrea Blömer vom VPB.

Außerdem sollte man auf den Dachboden gucken: Sind der Dämmstoff und die Unterdeckbahn überall noch intakt, sind Schädlinge zu sehen? Gibt es feuchte Stellen oder gar Schimmel?

Finden sich Stellen am Dach, die nicht mehr dicht sind, ist schnelle Abhilfe wichtig, damit keine Feuchtigkeit in das Gebäude eindringt. Die sollte man aber Fachleuten überlassen. Selbiges gilt übrigens für die Kontrolle stark geneigter Dachflächen und Flachdächer.

© dpa-infocom, dpa:260409-930-922584/1


Von dpa
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