Colmberger Florian Bremm bei der EM nicht in Bestform | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 09.06.2024 13:45

Colmberger Florian Bremm bei der EM nicht in Bestform

Seite an Seite mit dem Iren Brian Fay (links): Florian Bremm mühte sich bei der EM in Rom über die 5000 Meter. (Foto: Jan Lenfert)
Seite an Seite mit dem Iren Brian Fay (links): Florian Bremm mühte sich bei der EM in Rom über die 5000 Meter. (Foto: Jan Lenfert)
Seite an Seite mit dem Iren Brian Fay (links): Florian Bremm mühte sich bei der EM in Rom über die 5000 Meter. (Foto: Jan Lenfert)

Es war nicht unbedingt der Tag der deutschen Langstrecker. In einer taktisch geprägten 5000-Meter-Entscheidung bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom konnte das deutsche Männertrio Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd), Florian Bremm (LSC Höchstadt) und Mohamed Abdilaahi (LG Olympia Dortmund) nicht sein gewohntes Leistungsvermögen abrufen.

Erst kurz vor Toresschluss konnte sich der Colmberger Bremm mit seiner Bestzeit von 13:11,87 min für die europäischen Titelkämpfe im Olympiastadion qualifizieren. Zu spätabendlicher Stunde standen 27 Läufer in zwei Gruppen an den Startlinie. Bremm wurde in der vorderen Gruppe direkt neben dem hochfavorisierten Norweger Jacob Ingebrigtsen eingereiht.

Rivale Thorwirth kurzzeitig an der Spitze

Nach etwa 1000 m setzte sich dann Bremms Dauerrivale Maximilian Thorwirth kurzzeitig an die Spitze des Feldes. Bremm hielt sich im kompakten Feld aller 27 Teilnehmer auf, doch von Anfang an fühlte er sich schwach und müde. Dazu kam eine Schrecksekunde nach etwa 1450 m: Im dichtgedrängten Feld kam es vor Bremm zu einem in solchen Rennsituationen fast unvermeidlichen Sturz eines Läufers – Bremm konnte gerade noch ausweichen.

Ingebrigtsen hatte sich wie so häufig zu Beginn des Rennens eher im hinteren Bereich des Feldes aufgehalten, ehe er sich nach vorn arbeitete und kurz vor der 3000-m-Marke die Führung übernahm, die er kurzfristig an Mohamed Abdilaahi abgab. Letzterer fiel dann aber bis auf Rang 26 zurück.

Favorit Ingebrigtsen zündet seinen Turbo

In der Schlussrunde zündete Ingebrigtsen seinen Turbo und sicherte sich nach 13:20,11 min den Titel. Silber holte der Brite George Mills (13:21,38) vor dem erstmals für die Schweiz startberechtigten Dominic Lobalu (13:21,61).

Das deutsche Trio hatte zu diesem Zeitpunkt nichts mehr mit dem Rennausgang zu tun. Maximilian Thorwirth landete auf Rang 22 einen Platz vor Florian Bremm (13:42,30), Abdilaahi kam abgeschlagen nach 13:58,89 min ins Ziel.

EMTeilnahme dennoch ein tolles Erlebnis

„Das Ganze ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bin ich mit dem Rennen, welches ich gemacht habe, schon sehr enttäuscht. Auf der anderen Seite war die Teilnahme bei der EM dieses Jahr ein großes Ziel von mir und hier zu laufen war ein tolles Erlebnis“, betonte Bremm und ergänzte: „Ich habe mich von Beginn an schwach und müde gefühlt. Dies war einfach nicht mein Tag. Ich habe zumindest versucht, alles aus meinem Körper herauszuholen.“

Sein Dank ging auch an Teamkollegen, Bekannte und Verwandte. „Es war toll, dass ihr im Stadion wart und mich supportet habt. Hätte gerne nur mehr geboten.“

Mit 24 Jahren hat der Colmberger aber sein bestes Langstreckleralter noch vor sich, sofern Gesundheit und die Rahmenbedingungen passen.


Von Jörg Behrendt
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