Zehn Bewerberinnen und Bewerber für die Kommunalwahlen 2026 hat die CSU Sugenheim nominiert. Wie der Ortsverbandsvorsitzende Paul Freiherr von und zu Franckenstein im Nachgang der Versammlung gegenüber der Redaktion erklärte, wolle er nach nunmehr 18 Jahren im Gemeinderat selbst nicht mehr antreten.
In der noch amtierenden Ratsrunde ist der Ullstädter Schlossbesitzer der einzige CSU-Vertreter. Er sei jedoch der Ansicht, so von und zu Franckenstein, dass nach seinen nunmehr drei Perioden im Sugenheimer Gremium „auch mal andere dran seien”. Die Wahl der neuen CSU-Liste konnte er dadurch allerdings problemlos leiten, da er selbst ja nicht mehr zur Wahl stand.
Insgesamt sechs Wahlberechtigte sowie drei Gäste waren zur Versammlung anwesend. Nummer 1 der Liste ist der amtierende stellvertretende Bürgermeister Günther Schell. Er war bei den vorigen Ratswahlen 2020 noch in den Reihen der Freien Wähler Oberer Ehegrund und wurde von diesen im vorigen Jahr bei der außerhalb des Turnus stattgefundenen Bürgermeisterwahl als Kandidat ins Rennen geschickt. Bereits damals unterstützte der CSU-Ortsverband Schell.
Abgestimmt wurde über die vorbereitete Reihung der Bewerber und Bewerberinnen schriftlich, geheim und im Block – Gegenstimmen gab es nicht. Den Nominierten sei die Möglichkeit für kurze Vorstellungen gegeben worden, doch da man sich im Vorfeld schon einmal zur Vorbereitung getroffen hatte und sich dabei jeder vorgestellt habe, sei davon kein neuerlicher Gebrauch gemacht worden.
Bemerkenswert an der Sugenheimer CSU-Liste ist vor allem die Tatsache, dass die Zahl von nominierten Frauen und Männern sich die Waage hält: Fünf zu Fünf. Diese Quote von 50 Prozent Frauenanteil wird bislang nur von einer Minderheit der bereits nominierten Listen erreicht oder übertroffen und ist für eine CSU-Liste im hiesigen Landkreis eine Besonderheit.
Wie von und zu Franckenstein erklärte, seien im Zuge der Sugenheimer CSU-Nominierung ein paar mögliche Wahlziele zwar bereits von einigen Bewerbern formuliert worden, doch werde man dies noch nachbesprechen. Bislang sei das „noch nicht ausreichend konkret”.