Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat Anklage gegen den Mann erhoben, der sich am 5. April in Bad Windsheim auf dem Bahnhofsvorplatz mit einem Autoverkäufer traf und ihn dann mit Pfefferspray attackierte. Der Betreffende ist inzwischen wegen einer psychischen Krankheit im Bezirkskrankenhaus untergebracht.
Die Staatsanwaltschaft erhebt beim Landgericht Nürnberg-Fürth Anklage wegen versuchten schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung, informierte Pressesprecherin Oberstaatsanwältin Heike Klotzbücher auf Nachfrage. Damit geht ihre Behörde davon aus, dass der Mann das Auto nicht kaufen wollte, sondern vorhatte, es zu stehlen. Klotzbücher rechnet damit, dass das Landgericht in den nächsten Wochen darüber entscheidet, ob es die Anklage zur Verhandlung zulässt.
Mit der Pfefferspray-Attacke hatte das Drama im April aber erst begonnen: Der attackierte Autoverkäufer konnte noch die Polizei rufen und bei deren Eintreffen ging der Mann, der sich als Autointeressent ausgegeben hatte, mit Waffe in Anschlag auf die Beamten zu. Die Polizei machte von ihrer Schusswaffe Gebrauch und traf den Mann, der schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Ob die Reaktion der Polizei angemessen war, wird in einem eigenen Verfahren geklärt, das noch anhängig ist. Klotzbücher rechnet aber auch in diesem Verfahren in den nächsten vier Wochen mit Ergebnissen.