Nach Beendigung der Hauptrunde und einer kurzen Pause geht es in der 1. Basketball-Regionalliga Südost an diesem Wochenende weiter mit der Zwischenrunde. Gleich zum Auftakt kommt es am Samstag (19.30 Uhr) in der Ansbacher Weinberghalle zum Topspiel der beiden Staffelsieger hapa Ansbach und Culture City Weimar.
Mit 14 Siegen in 14 Spielen war Weimar, das in einer Kooperation mit dem Bundesligisten Science City Jena dessen Talente für das Profigeschäft ausbildet, in der Nordstaffel das alles überragende Team. Dazu kommt ein Korbverhältnis von 1308:947, was bedeutet, dass die Thüringer ihre Spiele im Durchschnitt mit knapp 26 Punkten Differenz gewonnen haben. Darunter waren zwar auch knappere Ergebnisse wie gegen Leipzig (80:76 und 73:62), Veitshöchheim (96:85) und den Tabellenzweiten TSV Breitengüßbach (86:73), der zusammen mit dem Süd-Zweiten Jahn München die Zwischenrundengruppe 1 vervollständigt. In den anderen Partien jedoch hat das Team von Trainer Farsin Hamzei seine Gegner mit bis zu 57 Punkten Differenz deklassiert.
Dabei kamen insgesamt 27 Spieler zum Einsatz. Erfolgreichster Werfer war der US-Amerikaner D'Monte Brown. Der Aufbauspieler absolvierte alle 14 Partien, erzielte dabei im Schnitt 19,2 Zähler und ist gemäß der Videoanalyse des Ansbacher Trainers Nico Probst „der Dreh- und Angelpunkt des Weimarer Spiels”. Regelmäßig zweistellig trafen außerdem der dänische Center Peter Beier-Christiansen (13,7 Punkte/9 Spiele), die beiden Flügelspieler Daniel Biel (10,9/11) und Lukas Passarge (10,4/14) sowie Aufbauspieler Maxim Bader (10,1/11). Der Tscheche Daniel Duhajsky (9,7/11) und Jakob Lang (9,5/14) blieben nur knapp darunter.
Aufgefüllt wird der Kader in der Regel durch eine Vielzahl deutscher Talente, die Probst zum Teil aus der Nachwuchs-Bundesliga kennt, wo sie für Jena gegen seine Nürnberg Falcons spielen. Insgesamt wurden in dieser Saison bereits 27 Akteure eingesetzt. Dies alles zeigt die Größe der Aufgabe, vor der die Piranhas stehen. „Allerdings weiß man nicht, wie die jeweilige Stärke der beiden Staffeln zu bewerten ist, ein Vergleich ist schwierig”, sagt Probst und verlässt sich deshalb eher auf seine eigenen Erkenntnisse. „Weimar macht offensiv und defensiv sehr viel Druck, verteidigt oft über das ganze Feld und schaltet dann sehr schnell nach vorne um. Das müssen wir zu unterbinden versuchen. Es wird viel auf Kleinigkeiten und die Tagesform ankommen – und wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer.”
Die zweiwöchige Pause nach der Hauptrunde war für den Coach „ganz gut, weil wir Zeit hatten, um härter zu trainieren und uns mannschaftstaktisch gezielter als in der Hauptrunde auf die Stärken und Schwächen des Gegners vorzubereiten”. Auch die kleineren Blessuren konnten alle auskuriert werden. Allerdings hat sich Sebastian Schröder zu Wochenbeginn einen grippalen Infekt eingefangen, Probst hofft dennoch auf seinen Einsatz. Sicher fehlen wird jedoch Joscha Eckert, der am Samstag mit den Nürnberg Falcons in der ProA gegen Koblenz im Einsatz ist.