Der 1. FC Nürnberg stellt seine „ClubLegenden” bei Adidas in Scheinfeld vor | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.05.2026 12:45

Der 1. FC Nürnberg stellt seine „ClubLegenden” bei Adidas in Scheinfeld vor

Von den vorerst 29 als „Club-Legenden” erkorenen Sportlerpersönlichkeiten nahmen immerhin 22 – also rechnerisch zwei komplette Fußballmannschaften – am Präsentationstermin im Adidas-Loft in Scheinfeld teil. (Foto: Andreas Reum)
Von den vorerst 29 als „Club-Legenden” erkorenen Sportlerpersönlichkeiten nahmen immerhin 22 – also rechnerisch zwei komplette Fußballmannschaften – am Präsentationstermin im Adidas-Loft in Scheinfeld teil. (Foto: Andreas Reum)
Von den vorerst 29 als „Club-Legenden” erkorenen Sportlerpersönlichkeiten nahmen immerhin 22 – also rechnerisch zwei komplette Fußballmannschaften – am Präsentationstermin im Adidas-Loft in Scheinfeld teil. (Foto: Andreas Reum)

Die Ränge sind wieder gut gefüllt und aus dem Lautsprecher tönt „Die Legende lebt”. Das ist die Hymne des 1. FC Nürnberg. Es ist zwar nicht das Max-Morlock-Stadion, aber dennoch ist es eine Art Heimspiel für die Männer im roten Dress, die sich ab sofort „ClubLegenden” nennen dürfen.

Am Montag, pünktlich zum 126. Geburtstag des Vereins, präsentierte Vorstand Niels Rossow das neue Label. Das tat der Club bei seinem Ausrüster Adidas, und zwar in dessen Scheinfelder Werk. Unter dem etwas mehrdeutigen Begriff der Legenden versteht der FCN verdiente Spieler und auch einen Trainer, die entweder besonders lange für den Verein auf dem Platz standen oder besondere sportliche Erfolge errangen – und manchmal auch beides.

So waren Weltmeister, Europameister, Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger zum Stelldichein in die Adidas-Räume gekommen. Eine bislang einmalige Konstellation, wie Oliver Brüggen, Pressesprecher des Sportartikelherstellers, hervorhob – und dabei ist das Scheinfelder Werk (insbesondere bekannt durch seine Schuh-Maßanfertigung) durchaus an Weltstars des Sports gewöhnt.

Einige kannten Firmengründer Adi Dassler persönlich

Die 22 erschienenen Legenden – vorerst hat der Verein laut seiner Homepage 29 Sportlerpersönlichkeiten dazu ernannt – bekamen eine Führung durch den seit Langem einzigen deutschen Adidas-Produktionsstandort. Wie Produktionsleiter Matthias Linz unserer Redaktion berichtete, kannten einige der ehemaligen Kicker den Firmengründer Adi Dassler noch. Bisweilen holte er sie persönlich ab, um in Herzogenaurach Schuhe anzupassen. Es gäbe da allerlei Anekdoten, ließ Linz anklingen.

Bei der abschließenden Presserunde in dem Loft genannten Studio im zweiten Stockwerk des Adidas-Gebäudes waren dann auch etliche Beschäftigte des Werks als Zaungäste – und teils auch als Autogrammjäger – mit dabei. Sie lauschten Rossow, der die Zusammengehörigkeit seines Vereins mit dem Sportartikelhersteller betonte. Die „kleine Scharte”, dass der FCN zwischenzeitlich auch mal andere Ausrüster hatte, sei inzwischen wieder ausgewetzt.

Botschafter für den Verein

In kurzen Interviews mit FCN-Pressesprecher Daniell Westgate kamen dann auch einige der Legenden zu Wort: der Dinkelsbühler Stefan Reuter, Torwart Andy Köpke, der Älteste in der Riege Heiner Müller, der jüngste Enrico Valentini und Trainer Hans Meyer. Betont wurde allenthalben, dass man es als Ehre empfinde, in die Riege der Legenden aufgenommen worden zu sein.

Diese könnte in den kommenden Jahren noch wachsen, kündigte der FCN-Vorstand an. Wie Pressesprecher Daniell Westgate erläuterte, kommen nur lebende Spieler dafür in Frage (vergangene Größen wie insbesondere Max Morlock sind also außen vor), denn die ClubLegenden sollen auch als eine Art Botschafter für den Verein wirken.

Und die sportliche Perspektive? Dazu wünschte der gewohnt kantig-launige Hans Meyer (Trainer beim Pokalsieg 2007) freilich wieder die Erstklassigkeit „in absehbarer Zeit”, beziehungsweise an den Mittfünfziger Westgate gewandt: „zumindest, bis du in Rente gehst”.

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