Der Meistertrunk Rothenburg feiert seine Scheune | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.05.2026 17:34

Der Meistertrunk Rothenburg feiert seine Scheune

Die Festspiel-Verantwortlichen durchschnitten gemeinsam mit dem neuen Oberbürgermeister Christoph Rösch (Fünfter von rechts) und Handwerkern das rote Band. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Die Festspiel-Verantwortlichen durchschnitten gemeinsam mit dem neuen Oberbürgermeister Christoph Rösch (Fünfter von rechts) und Handwerkern das rote Band. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Die Festspiel-Verantwortlichen durchschnitten gemeinsam mit dem neuen Oberbürgermeister Christoph Rösch (Fünfter von rechts) und Handwerkern das rote Band. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Hunderte Leute, bestes Wetter und eine Feier zum Aufwärmen für Pfingsten: Das Festspiel hatte zum Scheunenfest in die Spitalgasse eingeladen. Anlass war die fertige Sanierung des Gebäudes.

Die zwei Ziele des Festes: die Scheune einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen und „gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag und Abend zu verleben”, wie Festspiel-Vorsitzender Martin Wegele in seiner Ansprache sagte.

Arbeiten gingen zwei Jahre lang

Gut zwei Jahre lang war die Scheune saniert worden, blickte er zurück. Neben dem Dachstuhl und der Fassade wurden auch sämtliche Böden und beide Treppen erneuert beziehungsweise ausgetauscht, außerdem eine Zwischenwand entfernt, um für das Rangieren der Festspielkutschen, die hier gelagert werden, mehr Platz zu schaffen. Das Landesamt für Denkmalpflege beschreibt die Scheune als „eingeschossigen, traufseitigen Massivbau mit steilem Satteldach und rückwärtigem Fachwerkgiebel“ aus dem 17./18. Jahrhundert.

Laut Wegele summierten sich die Gesamtkosten auf „etwas über 200.000 Euro”. Den Großteil finanzierte der Verein aus eigenen Mitteln, dazu kamen Zuschüsse von der Stadt, dem Landkreis, dem Bezirk, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Bayerischen Landesstiftung. Außerdem hätten das Festspiel „einige, teilweise sehr großzügige Spenden” erreicht – wofür es ein Extra-Dankeschön gab. Insgesamt bedankte sich der Festspiel-Vorsitzende bei allen, die an der Sanierung und auch am Fest beteiligt waren.

Respekt vom Oberbürgermeister

Seinen ersten Auftritt als Oberbürgermeister hatte Christoph Rösch, seit 1. Mai im Amt. Bevor er mit den anderen Meistertrunk-Verantwortlichen das rote Band feierlich durchschnitt, richtete er einige Worte an die vielen Besucherinnen und Besucher. Er sprach unter anderem von der Menge an Arbeit, die im Hintergrund rund um den Meistertrunk passiere und auch die Pflege der Infrastruktur, wozu die Scheune gehört. Rösch: „Meinen Respekt, dass die Instandsetzung dieser Infrastruktur angegangen wurde und auch, wie ich finde, gelungen ist.” Er freute sich außerdem, dass sein erster Termin im Amt mit Menschen sei, die „mit Herzblut für Rothenburg im Einsatz sind”.

Anschließend konnte bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem gemütlich der Nachmittag verbracht werden, oder sich in Ruhe in der Scheune umgeschaut werden. Für die musikalische und festspielerische Umrahmung sorgten die Junge Schar, die Panduren und die Hauptwache.

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