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Veröffentlicht am 28.01.2025 16:00

Der VLF bündelt im Landkreis Ansbach seine Kräfte

Drei VLF-Vereine mit gleicher Zielsetzung: die Verschmelzung. Die Vorstände (von links) Stefan Biermeyer, Gerhard Krieger, Ruth Maurer, Christian Stadelmann, Karin Stürzenhofecker, Ernst Schmidt, Wolfgang Kerwagen (bisher Geschäftsführer), Johannes Bock, Erna Korn und Helmut Siller sind sich einig. (Foto: Silvia Schäfer)
Drei VLF-Vereine mit gleicher Zielsetzung: die Verschmelzung. Die Vorstände (von links) Stefan Biermeyer, Gerhard Krieger, Ruth Maurer, Christian Stadelmann, Karin Stürzenhofecker, Ernst Schmidt, Wolfgang Kerwagen (bisher Geschäftsführer), Johannes Bock, Erna Korn und Helmut Siller sind sich einig. (Foto: Silvia Schäfer)
Drei VLF-Vereine mit gleicher Zielsetzung: die Verschmelzung. Die Vorstände (von links) Stefan Biermeyer, Gerhard Krieger, Ruth Maurer, Christian Stadelmann, Karin Stürzenhofecker, Ernst Schmidt, Wolfgang Kerwagen (bisher Geschäftsführer), Johannes Bock, Erna Korn und Helmut Siller sind sich einig. (Foto: Silvia Schäfer)

Drei bestehende Vereine mit gleicher Zielsetzung aus Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg schließen sich zu einem großen Verein zusammen: zum Verband für haus- und landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) im Landkreis Ansbach mit 3000 Mitgliedern.

Durch die Fusion sollen die Stärken der drei Vereine zusammenfließen und die Kräfte gebündelt werden, um die Ressourcen besser zu nutzen und Kosten zu sparen. Für die Vorsitzenden der drei VLF-Kreisverbände bestand die Herausforderung darin, die Mitglieder mitzunehmen und davon zu überzeugen, dass der Zusammenschluss ein geeignetes Mittel ist und welche Vorteile damit verbunden sind.

Die Verantwortlichen waren sich einig: Ruth Maurer, Gerhard Krieger, Stefan Biermeyer (Dinkelsbühl), Ernst Schmidt, Christian Stadelmann, Karin Stürzenhofecker (Ansbach), Helmut Siller, Johannes Bock und Erna Korn (Rothenburg) sehen in dem Zusammenschluss bessere Perspektiven für die künftige Verbandsarbeit. Nach dem Motto: vernetzt im Landkreis, aktiv vor Ort.

Eine Zusammenarbeit gab es bereits vor dem Zusammenschluss

„Wir haben in der Vergangenheit schon zusammengearbeitet und waren ohnehin schon auf einem guten gemeinsamen Weg“, betont Ruth Maurer. Zweimal im Jahr trafen sich die Vorstände der drei Vereine zu einer gemeinsamen Sitzung. Auch ein gemeinsamer Rundbrief und das Programm der organisierten fachlichen Lehrfahrten waren das Ergebnis des Miteinanders aller Beteiligten. Eine schlanke und gut organisierte Verwaltung ermögliche es, Kosten zu senken und Ressourcen effektiv einzusetzen.

Der Verband für haus- und landwirtschaftliche Fachbildung ist die Organisation für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Agrarbereich. Er bietet heimatnahe Bildungsangebote, zielgerichtete Informationen und lebt von einem starken ehrenamtlichen Engagement.

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Viele Mitglieder im Hauptausschuss leisten die Arbeit vor Ort und bringen sich ein in den Dialog mit der Gesellschaft. Dazu gehören auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit Partnerverbänden wie dem Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder, den Vertretern des Bauernverbandes, den Landfrauen und dem Maschinenring.

Heimatnahe Bildungsangebote

Bewährt habe sich die starke Verflechtung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ansbach, das Bauern und Waldbesitzer berät und fördert. Der AELF-Amtschef war gleichzeitig VLF-Geschäftsführer. „Zum einen hat das Amt über den VLF den Kontakt zu den Betrieben und kann mit uns gemeinsam Informationen weitergeben“, erläutert Ruth Maurer, „zum zweiten ist die Rückmeldung wichtig, wie sich neue Regelungen in der Praxis auswirken und wie die Betriebe damit klarkommen.“

Die ehemaligen Fachschulabsolventen treten gemeinsam ein für die beiden Schulstandorte der Landwirtschaftsschule, die Abteilung Hauswirtschaft in Teilzeitform in Ansbach und die hauswirtschaftliche Fachbildung in Dinkelsbühl. Fachkräfte würden dringend gesucht und Werbung für die Hauswirtschaft zu machen, sei eine „gemeinsame Aufgabe“, so Ruth Maurer. Nachdem die Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, geschlossen wurde, wurde eine Akademie gegründet, die Bildungsmaßnahmen in Ansbach beispielsweise zu Tierhaltung, Pflanzenbau, Betriebswirtschaft, Digitalisierung in Präsenz- oder Online-Veranstaltungen anbietet.

Neuwahlen erst 2027

Für den Verschmelzungsprozess der drei Vereine galt es, verschiedene Verfahrensschritte zu beachten. Die beiden VLF-Verbände Ansbach und Dinkelsbühl lösten sich auf und die Mitglieder wurden automatisch Mitglieder des übernehmenden Rothenburger Vereins im Zuge der Gesamtrechtsnachfolge. Dessen Vorstand bleibt voraussichtlich bis zur nächsten regulären Wahl im Jahr 2027 im Amt. Die Bandbreite der Verbandsarbeit spiegelt sich in der Namensänderung wider: Verband für haus- und landwirtschaftliche Fachbildung im Landkreis Ansbach. Regionalausschüsse für Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg sollen sich gezielt auf die Verbandsarbeit vor Ort fokussieren.

Die Einzelheiten sind in einem Verschmelzungsvertrag geregelt, dessen Entwurf in den Mitgliederversammlungen im Wildbad Rothenburg zur Abstimmung vorgelegt wurde. Es bedurfte einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln der abgegebenen Stimmen, die deutlich erreicht wurde. Die umwandlungsrechtliche Verschmelzung wurde noch im Saal von einem Notar notariell beurkundet. Rechtsgültig wird die Zusammenlegung der Vereine aber erst mit der Eintragung im Vereinsregister.

Geschäftsführer wird Bernd Nagel

Neuer Geschäftsführer wird der neue AELF-Chef Bernd Nagel als Nachfolger von Wolfgang Kerwagen, der kürzlich in Rente gegangen ist. Zum Abschied wurden seine Verdienste um den VLF mit dem Silbernen Verbandsabzeichen gewürdigt. Die hauswirtschaftliche Fachbildung dankte mit selbst gebackenen Leckereien in einer aus einem heimischen Apfelbaum gedrechselten Schale.

Mit der Verleihung des Silbernen Verbandsabzeichens und einem regionalen Präsentkorb wurde auch Monika Mader bedacht. Die langjährige Sachbearbeiterin und Beraterin beim Amt für Landwirtschaft leistet nach ihrem Ruhestandseintritt im Oktober ehrenamtlich Hilfestellung für die Durchführung der Verschmelzung.

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