DFB Schiri GmbH und FC-Chef rügen Kölner Stadionsprecher | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.03.2026 13:49, aktualisiert am 08.03.2026 16:19

DFB Schiri GmbH und FC-Chef rügen Kölner Stadionsprecher

Daniel Siebert übersah ein Handspiel von Dortmunds Yan Couto im eigenen Strafraum. (Foto: Federico Gambarini/dpa)
Daniel Siebert übersah ein Handspiel von Dortmunds Yan Couto im eigenen Strafraum. (Foto: Federico Gambarini/dpa)
Daniel Siebert übersah ein Handspiel von Dortmunds Yan Couto im eigenen Strafraum. (Foto: Federico Gambarini/dpa)

Dem Kölner Stadionsprecher Michael Trippel drohen sowohl vom 1. FC Köln als auch dem Deutschen Fußball-Bund Konsequenzen wegen seiner Schiedsrichterschelte über die Stadionmikrofone beim 1:2 gegen Borussia Dortmund. Obwohl Trippel den Vorfall vom Samstagabend selbst als mit den Vereins-Verantwortlichen als „geklärt“ ansieht, kündigte FC-Clubchef Philipp Türoff eine interne Aufarbeitung des Falls an.

„Wir werden am Montag noch einmal intern über den Vorfall sprechen. Es muss und wird die Einsicht da sein, dass das so nicht wieder vorkommt“, sagte Türoff am Sonntag. Trippel bat zuvor für seinen Ausraster am Mikrofon um Verzeihung. „Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid“, zitierte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ den Stadionsprecher. „Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat.“

Stadionsprecher pöbelt gegen Schiedsrichterteam

Trippel hatte nach Spielende wegen eines nicht geahndeten Handspiels des Dortmunders Yan Couto im eigenen Strafraum die Kölner Fans wütend gemacht. „In der 95. Minute hat es ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum gegeben und das guckt sich noch nicht einmal einer an“, hatte Trippel in die Mikrofone gerufen. 

Dass Siebert in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Jahmai Simpson-Pusey nach Ansicht der Videobilder die Rote Karte wegen groben Foulspiels zeigte, hatte Trippel ebenfalls über die Mikrofone mit „Pfui. Widerlich“ kommentiert.

Dafür gab es am Sonntag bereits Kritik von der Organisation der Schiedsrichter im deutschen Profifußball. Trippels Verhalten sei „inakzeptabel“, zitierte die „Sportschau“ die DFB Schiri GmbH. „Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt“, hieß es weiter.

FC-Chef Türoff sagte: „Wir sind uns einig, dass solche öffentlichen Aussagen, solche Ausbrüche am Stadionmikrofon nicht in Ordnung sind. Es gibt ein Regelwerk des DFB für Stadionsprecher - und diese Regeln wurden in dem Fall missachtet.“ Sportchef Thomas Kessler hatte das Verhalten bereits nach Spielende deutlich kritisiert.

Medien spekulierten über eine clubinterne Strafe, auch vom DFB könnten Sanktionen folgen. „Mit den Verantwortlichen des FC ist meines Erachtens alles geklärt, noch nach dem Spiel haben Vorstand und Geschäftsführung mit mir gesprochen“, befand Trippel, dessen Verdienste für den Club Türoff auch erwähnte.

DFB Schiri GmbH gesteht strafbares Handspiel ein

Zumindest bei der Handspiel-Szene bekannte die DFB Schiri GmbH auch, dass es sich um strafbares Handspiel gehandelt habe, das mit einem Strafstoß für die Kölner hätte geahndet werden müssen.

© dpa-infocom, dpa:260308-930-785963/3


Von dpa
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