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Veröffentlicht am 01.11.2024 10:00

Die Caritas blickt in Ansbach auf 40 erfolgreiche Jahre zurück

Mit einem Festgottesdienst in der Ludwigskirche und einem Festakt im Pfarrzentrum St. Ludwig haben Mitarbeiter und Mitglieder das 40-jährige Bestehen des Caritasverbandes in der Stadt und dem Landkreis Ansbach gefeiert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg, Domvikar Gerd-Richard Neumeier, würdigte die karitative Arbeit im Ansbacher Verband als „40 erfolgreiche Jahre vollen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzes für die Nächstenliebe“.

Den Gottesdienst feierten neben Domvikar Neumeier auch der leitende Pfarrer im Seelsorgebereich Ansbach, Domkapitular Dr. Norbert Jung, Dekan Harald Sassik und der Caritas-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Kunert. In seiner Festpredigt dankte Neumeier allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und unterstrich, dass alle Christen berufen und gerufen seien, in die Welt hinauszugehen und die Nächstenliebe als Auftrag Gottes zu leben.

Gründung am 8. Oktober 1984

Der Ansbacher Kreiscaritasverband war am 8. Oktober 1984 unter dem Vorsitz von Alois Weinmann gegründet worden und hatte bei der Gründung die bestehende soziale Beratungsstelle und die ambulanten Krankenpflegestationen in Ansbach und Rothenburg übernommen. Die Stationen standen damals noch unter der Leitung von Ordensschwestern.

Das Angebot wurde kontinuierlich ausgebaut und immer wieder den Zeitumständen angepasst. Im April 1987 wurde eine Asylberatungsstelle eröffnet und im Januar 1989 wurde die Schwangerschaftsberatungsstelle durch Erzbischof Elmar Maria Kredel anerkannt.

Es wurde auch einige Jahre eine Beratungsstelle für Aussiedler betrieben. Im November 1991 wurde das Frauenhaus eröffnet und im März 1997 eine weitere Sozialstation in Lehrberg.

Neues Domizil am Bahnhofsplatz

Es folgte 2000 der Bezug des neuen Dienstgebäudes am Bahnhofsplatz in Ansbach, im April 2002 die Eröffnung der ökumenischen Tafel und im Oktober 2005 die Anerkennung des Betreuungsvereins. 2005 wurde auch die Ansbacher Caritasstiftung genehmigt und seit Januar 2009 beteiligt sich der Ansbacher Verband am Online-Beratungsangebot der Schwangerschaftsberatungen des Deutschen Caritasverbandes.

Die Krankenpflegestation in Rothenburg musste mittlerweile geschlossen werden. Dafür wurde im Oktober 2020 eine Tagespflege in Flachslanden gegründet. Beim Caritasverband Ansbach arbeiten 61 hauptamtliche und über 140 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied Sebastian Grund sagte in seiner Ansprache, dass die vergangenen 40 Jahre voller Engagement und Mitgefühl gewesen seien. Die Caritas unterstütze und stehe bei, „niemand wird allein gelassen“, so Grund. Helfen sei eine Grundposition des Christentums und er sei glücklich, dass es viele Helfer gebe.

Eine Bereicherung für die Stadt

Die Ehrenvorsitzende des Caritasverbandes, Lilli Schmitt-Fichtner, erinnerte an die Gründung des Frauenhauses und daran, dass es vor allem Frauen sind, die bei der Caritas die Hilfe professionell ausüben. Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Kunert zeigte detailliert den Weg zur Tagespflege in Flachslanden auf. Deren Leiterin Manuela Silva berichtete von der täglichen Arbeit mit den Senioren.

Ansbachs Landrat Dr. Jürgen Ludwig sagte, der Dienst am Nächsten habe immer Konjunktur. Er bezeichnete die Arbeit, die bei der Caritas geleistet werde, als „sehr wertvoll“.

Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner schloss sich diesen Worten an und würdigte die Arbeit des Vereins: „Die Caritas bereichert die Stadt.“ Auch Flachslandens zweite Bürgermeisterin Nicole Guggenberger dankte dem Verband und bezeichnete die Tagespflege in ihrer Gemeinde als ein Erfolgsmodell, sie sei zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Gemeinde geworden.

Immer der Mensch im Mittelpunkt

Die stellvertretende Diözesancaritasdirektorin Ursula Kundmüller lobte, dass der Ansbacher Verband immer mit der Zeit gegangen sei und neue Angebote gemacht habe, wo die Not groß war. Gleichzeitig hatten die Verantwortlichen auch den Mut, Angebote, die nicht mehr nachgefragt oder nicht mehr wirtschaftlich waren, aufzugeben. Immer habe aber der Mensch im Mittelpunkt der Überlegungen gestanden, so Kundmüller.

Das Flötenensemble der Städtischen Musikschule sorgte beim Festakt für die Musik. (Foto: Alexander Biernoth)
Das Flötenensemble der Städtischen Musikschule sorgte beim Festakt für die Musik. (Foto: Alexander Biernoth)
Das Flötenensemble der Städtischen Musikschule sorgte beim Festakt für die Musik. (Foto: Alexander Biernoth)
Der Festgottesdienst in St. Johannis. (Foto: Alexander Biernoth)
Der Festgottesdienst in St. Johannis. (Foto: Alexander Biernoth)
Der Festgottesdienst in St. Johannis. (Foto: Alexander Biernoth)

Von Alexander Biernoth
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