In Dinkelsbühl wird die Partei „Die Linke” erstmals mit einer Liste bei der Kommunalwahl 2026 antreten. Der Einsatz für Vielfalt in der Stadt sowie der langfristige Erhalt des Dinkelsbühler Krankenhauses sind einige der kommunalpolitischen Ziele, die in einer Pressemitteilung genannt werden.
Derzeit gibt es zwar noch keinen Dinkelsbühler Ortsverband, wie auf Nachfrage zu erfahren war, der soll aber möglicherweise noch vor der Kommunalwahl gegründet werden. Weil die Partei in Dinkelsbühl zuletzt einen Mitgliederzuwachs erfuhr - gegenüber der FLZ war von einem „Mitgliederboom” die Rede - sei aus diesen Reihen der Wunsch geäußert worden, für den Dinkelsbühler Stadtrat eine eigene Liste für den Stadtrat aufzustellen.
Die Kandidierenden, laut Pressemitteilung allesamt aus Dinkelsbühl, wurden am Samstag einstimmig nominiert, teilte Die Linke mit. Auf Platz eins kandidiert Yasmin Hübel, die bis April 2024 noch Ortsprecherin der Dinkelsbühler Grünen war. Auf Platz zwei folgt Leon Bachmann, der als Ansbacher Landratskandidat in die Kommunalwahl am 8. März gehen wird. Die weiteren Plätze belegen Josepha Jordan, Christoph Kilgenstein, Bianca Hübel, Simion Hetke, Janina Dötterl, Niklas Bender, Lela Henderson und Jermaine Präger. Möglich wären 24 Kandidierende für den Dinkelsbühler Stadtrat gewesen.
Im Mittelpunkt der politischen Schwerpunkte sollen auch soziale Gerechtigkeit und „konsequenter Antifaschismus” stehen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt bedeute für die Partei, dass alle Menschen - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Identität oder Einkommen - ein gutes Leben führen könnten. Dafür brauche es eine „starke öffentliche Daseinsvorsorge, bezahlbaren Wohnraum und ein Krankenhaus vor Ort, das allen offensteht“, heißt es in der Pressemitteilung.
Xenia Münderlein, die als Kreisvorsitzende der Linken Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen die Versammlung leitete, stellt in der Pressemitteilung fest, dass die „paritätisch besetzte Liste” Vielfalt zeige. Yasmin Hübel, in Dinkelsbühl für Presseanfragen zuständig, wird in der Erklärung zitiert, dass Antifaschismus vor Ort beginne. In Dinkelsbühl solle queeres Leben sichtbar sein, Armut bekämpft werden und alle Menschen die gleiche Teilhabe erfahren. Gesundheit, Menschlichkeit und Zusammenhalt dürften keine Luxusgüter sein und seien wichtiger als Profit, wird Leon Bachmann zitiert.