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Veröffentlicht am 08.06.2026 12:18

Die Sprache der Katzen verstehen

Katzen reden leise – aber deutlich: An den Beinen reiben, Kopf anstupsen: Das ist ihr Signal für Nähe und Zugehörigkeit. (Foto: Silvia Marks/dpa Themendienst/dpa-tmn)
Katzen reden leise – aber deutlich: An den Beinen reiben, Kopf anstupsen: Das ist ihr Signal für Nähe und Zugehörigkeit. (Foto: Silvia Marks/dpa Themendienst/dpa-tmn)
Katzen reden leise – aber deutlich: An den Beinen reiben, Kopf anstupsen: Das ist ihr Signal für Nähe und Zugehörigkeit. (Foto: Silvia Marks/dpa Themendienst/dpa-tmn)

Stupst Sie ihre Katze manchmal mit dem Kopf an und berührt dabei ihre Beine oder Hände? Das ist ein starkes Zeichen. Denn dann sucht die Katze nicht nur ihre Aufmerksamkeit. Sie markiert mit diesem Verhalten ihr Gegenüber mit Duftstoffen - und signalisiert so Verbundenheit. Katzen drücken damit aus: Du gehörst zu mir.

Katzen senden viele Signale aus, oft sind diese ganz fein. Wer die Körpersprache der Katzen kennt, kann sein Tier besser verstehen. Und auch Verhaltensveränderungen wahrnehmen. Tierärztin Dunia Thiesen-Moussa erklärt gegenüber dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), worauf Katzenhalter alles achten können. 

Schnurren muss kein Zeichen für Wohlbefinden sein

Wenn ihre Katze schnurrt, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass sie sich wohlfühlt. Muss es aber nicht. Denn Katzen setzen das Geräusch auch in anderen Situationen als Kommunikationsmittel ein. 

Katzen schnurren etwa „zum Beschwichtigen des Sozialpartners sowie bei Angst, Stress oder Schmerz“, erklärt die Fachärztin für Tierverhalten Thiesen-Moussa. Entscheidend sei also immer der Kontext. 

Wie Katzen sich begrüßen und wertschätzen

Der Schwanz ist hoch aufgerichtet und an der Spitze leicht gebogen - das gilt als typisches Begrüßungssignal. Das Verhalten zeigt Vertrauen und Offenheit, so lädt die Katze Menschen dazu ein, mit ihr in Kontakt zu treten.

Wahre Wertschätzung drücken Katzen aus, indem sie ihr Gegenüber ruhig ansehen und dabei langsam blinzeln. Auch halb geschlossene Augen können Zuneigung zeigen, erklärt Thiesen-Moussa. 

Sie ermutigt Halter dazu, das Blinzeln zu erwidern: „Ein langsames Zurückblinzeln wird häufig positiv aufgenommen – sofern der Rest der eigenen Körpersprache dazu passt.“ Langes Anstarren sollte man hingegen vermeiden, denn das steht in der Katzensprache für potenzielle Bedrohung und Anspannung.

Wohlfühlen wie bei Mama

Wenn erwachsene Katzen sanft und rhythmisch mit ihren Vorderpfoten treten, ist das ein Ausdruck von Geborgenheit. Dieses sogenannte Milchtritt-Verhalten stammt noch aus der Kittenzeit, so Thiesen-Moussa. Katzenkinder regen damit den Milchfluss bei ihrer Mama an - erwachsene Tiere zeigen so ihr Wohlbefinden.

© dpa-infocom, dpa:260608-930-189889/1


Von dpa
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