Auch wenn sich offiziell nichts zu tun scheint: Hinter den Kulissen laufen die Arbeiten für die Ansiedlung des Rossmann-Marktes zwischen Aldi und Rewe Am Wiesengrund in Merkendorf (Landkreis Ansbach).
Das erklärte Bürgermeister Stefan Bach (Bürgerforum) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Roland Lenz (Bürgerforum) hatte nach dem Stand der Dinge gefragt. Bach antwortete ein wenig verklausuliert, weil er im öffentlichen Teil der Sitzung natürlich keine internen Details nennen durfte. Doch er versicherte: „Das Projekt läuft.“ Zuletzt stand das Thema Entwässerungsplanung auf der Agenda. Das sei mittlerweile erledigt, erklärte Andreas Hochneder, der Geschäftsführer der Stadtverwaltung.
Im November vergangenen Jahres hatte der Stadtrat den geänderten Bebauungsplan für das Einkaufszentrum am südlichen Ortsrand von Merkendorf verabschiedet und damit den Weg für den Drogeriemarkt frei gemacht. Sogar ein eigenes Verkehrsgutachten ist in der Kürze der Zeit erstellt worden. Das Thema war erst ein halbes Jahr vorher im Stadtrat aufgeploppt.
Deshalb hatte Georg Gehring damals von einer Bearbeitung „in Rekordzeit“ gesprochen. Gehring war damals Manager Project Development bei der Immobilienverwaltung von Aldi-Süd, hat aber vor Kurzem den Arbeitgeber gewechselt.
Er hatte damals im Gespräch mit der FLZ angekündigt, der Baubeginn solle „so schnell wie möglich“ erfolgen, und in Aussicht gestellt, dass die Bauzeit weniger als ein Jahr betragen werde.
Nachdem es inzwischen Juni ist und die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben, kann man also rückschließen, dass eine Eröffnung noch in diesem Jahr mehr als unwahrscheinlich ist. Es wird also eher 2026, bis der Laden fertig ist.
Aldi-Süd als Bauherrin gab sich auf FLZ-Anfrage sehr zurückhaltend mit konkreten Informationen. Mit der Erteilung des Baurechts seien wichtige, „aber noch nicht alle Voraussetzungen für den Bau des Drogeriemarktes“ geschaffen worden, ließ die Pressestelle wissen.
„Aktuell befinden wir uns noch in Verhandlungen, gehen aber davon aus, auch diese bald erfolgreich abschließen zu können.“ Der künftige Rossmann-Markt soll eine Verkaufsfläche von 750 Quadratmetern haben. Der Großteil des Gebäudes wird auf dem südlichen Teil des Aldi-Parkplatzes und einem schmalen Streifen des angrenzenden Ackers stehen. Es müssen kaum zusätzliche Flächen versiegelt werden. Vielmehr wird die Zahl der Pkw-Stellflächen verkleinert. Der künftige gemeinsame Kundenparkplatz von Aldi und Rossmann wird nur noch Platz für 79 Autos bieten. Das sollte immer noch genug Platz sein.
Die übliche Berechnung der Planer geht von einem Parkplatz je 30 Quadratmetern Verkaufsfläche aus. Das wären also 40 für Aldi (1200 Quadratmeter) und 25 für Rossmann (750 Quadratmeter).