Eintracht bei Riera-Debüt: Auch der „Boss“ bleibt ohne Sieg | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.02.2026 04:47, aktualisiert am 07.02.2026 10:06

Eintracht bei Riera-Debüt: Auch der „Boss“ bleibt ohne Sieg

War mit seinem Debüt als Eintracht-Trainer nicht unzufrieden: Albert Riera. (Foto: Soeren Stache/dpa)
War mit seinem Debüt als Eintracht-Trainer nicht unzufrieden: Albert Riera. (Foto: Soeren Stache/dpa)
War mit seinem Debüt als Eintracht-Trainer nicht unzufrieden: Albert Riera. (Foto: Soeren Stache/dpa)

Albert Riera wollte seine Spieler „hungrig wie die Löwen“ sehen. Aber dafür war die Beute bei seinem Debüt als Trainer von Eintracht Frankfurt recht mager. Auch im ersten Spiel mit Riera an der Seitenlinie gelang dem hessischen Fußball-Bundesligisten nicht der ersehnte erste Sieg im neuen Jahr - doch Zweifel waren dem selbstbewussten Coach nicht mal im Ansatz anzumerken.

„Ich achte nicht so sehr auf den Spielstand. Ich konzentriere mich darauf, viele gute Dinge zu tun, und bin mir sicher, dass sich das Ergebnis dann einstellen wird“, sagte der 43-Jährige nach dem 1:1 (0:0) am Freitagabend beim 1. FC Union Berlin. „Ich habe sehr viele gute Dinge gesehen.“

Wer ist hier der Boss?

Der viele Ballbesitz der Eintracht gefiel Riera besonders. Er habe in die Gesichter der Spieler geschaut und gesehen: „Sie haben es genossen zu spielen, sich als Boss des Spiels zu fühlen, der Protagonist zu sein, dominant zu sein.“

Zur Wahrheit gehört aber auch: Eintrachts Dominanz war wenig zielführend, der Führungstreffer von Nathaniel Brown (84. Minute) in einer hektischen Schlussphase fiel nach einer der ganz wenigen Chancen, die sich die Gäste erspielen konnten. Durch die langen Ballbesitzphasen hielt Frankfurt aber immerhin den Gegner vom eigenen Tor fern, was der zuletzt so anfälligen Abwehr zugutekam. 

„Wir haben von hinten raus Fußball gespielt, haben viel Kontrolle gehabt und wenig Umschaltmomente zugelassen“, lobte Sportvorstand Markus Krösche, der den in Deutschland weitgehend unbekannten Mallorquiner Riera als Nachfolger von Dino Toppmöller verpflichtet hatte. Krösche sprach von einem „guten Anfang“ - trotz des neunten Pflichtspiels in Serie ohne Sieg.

„Wie die Löwen sein“

Zumindest die Körpersprache der Spieler war verbessert. „Wir sind deutlich stabiler, deutlich aggressiver und besser im Spiel als zuvor“, sagte Ex-Weltmeister Mario Götze. Der neue Trainer gebe sehr viel Input und verlange viel, „und das war sehr gut die letzten Tage, und wir konnten da große Teile davon umsetzen. Es macht Spaß.“

Mittelfeldspieler Hugo Larsson verriet, wie der emotionale Trainer die Spieler für die Partie in der Alten Försterei heiß gemacht hatte. „Seine Rede rief dazu auf, rauszugehen und Spaß zu haben, zu dominieren, wie Löwen zu sein, hungrig und leidenschaftlich Fußball zu spielen“, sagte der Schwede: „Wir mussten mutig hierherkommen und den Fans zeigen, dass etwas Neues kommt und dass das etwas Gutes ist. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen.“

Der späte Führungstreffer hatte Frankfurt sogar kurz auf den großen Befreiungsschlag hoffen lassen. Doch Union kam durch einen Elfmeter von Leopold Querfeld (87.) zum schnellen Ausgleich. 

Kein Vorwurf an den Elfmeter-Verursacher

Verursacht wurde der Strafstoß von Oscar Höjlund, der für das plumpe Foulspiel an Rani Khedira die Gelb-Rote Karte sah. Wieder einmal brachte ein individueller Patzer das Team um den Lohn - wie schon öfter in dieser bislang enttäuschenden Saison. 

Riera stellte sich dennoch öffentlich vor den Dänen, der sich in der Kabine bei seinen Teamkollegen entschuldigt hatte. „Ich liebe meine Spieler, ich muss sie unterstützen“, sagte der Trainer. Es gehe ihm nicht darum, Profis bei Fehlern „zu bestrafen“, sondern ihnen Lösungen mitzugeben.

Bei seiner Heimpremiere am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach soll endlich Eintrachts erster Sieg im Jahr 2026 her. Was es dafür braucht? „Die Spieler brauchen Selbstvertrauen“, sagte Riera. Der neue Trainer lebt es ohne Zweifel vor.

© dpa-infocom, dpa:260207-930-654502/2


Von dpa
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