Schreck am Frankfurter Flughafen: Das Bugfahrwerk einer Lufthansa-Maschine ist vor dem Terminal eingeknickt. Mitarbeiter wurden verletzt, wie die Lufthansa bestätigte. Passagiere seien nicht betroffen.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmittag gegen 12.45 Uhr. Die Maschine mit der Flugnummer LH450 sollte nach Los Angeles fliegen. Es handelt sich um den Typ 787-9, bekannt als Dreamliner - ein zweistrahliges Langstrecken-Flugzeug für 200 bis 440 Passagiere.
Was war passiert? „Auf einer Parkposition klappte unerwartet das Bugfahrwerk des Flugzeugs ein“, schilderte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage den Hergang. „Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich Crew- und Bodenmitarbeitende an Bord. Mehrere Mitarbeitende wurden verletzt und werden derzeit medizinisch versorgt“, teilte der Sprecher mit.
Zum Glück: Die Fluggäste waren den Angaben zufolge noch nicht eingestiegen, als das Fahrweg weg sackte. Auf Fotos und Videos ist zu sehen, dass die Fluggastbrücke bereits am Flieger anliegt. Neben der beschädigten Maschine stehen Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte.
Zu sehen ist auch, dass die Maschine stark beschädigt ist. Der Bug ist nach vorn gekippt, das Heck ragt nach oben. Die genauen Umstände würden gemeinsam mit den zuständigen Stellen geprüft, sagte der Sprecher. Techniker und Hilfskräfte seien vor Ort. Ein Krisenstab wurde eingerichtet.
Die Lufthansa hatte ihre erste Boeing 787-9 im Jahr 2022 bekommen. Bis Ende 2027 sollten 29 Dreamliner angeschafft werden. In der Vermarktung versprach die Lufthansa „ein einzigartiges Reiseerlebnis“. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport hat der Vorfall keine größeren Auswirkungen auf den Flugverkehr.
© dpa-infocom, dpa:260604-930-173307/5