Franken auf dem ersten Platz: Größtes Übernachtungsplus in Bayern | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.05.2026 09:00

Franken auf dem ersten Platz: Größtes Übernachtungsplus in Bayern

Radfahrer auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach. (Archivbild: Oliver Herbst)
Radfahrer auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach. (Archivbild: Oliver Herbst)
Radfahrer auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach. (Archivbild: Oliver Herbst)

Der Tourismus in Franken setzt seinen positiven Trend fort: Die aktuellen Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen eine äußerst erfreuliche Entwicklung. Von Januar bis März stiegen die Gästeübernachtungen in Franken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent, die Gästeankünfte sogar um 5,1 Prozent.

Damit liegt Franken über dem gesamtbayerischen Durchschnitt und belegt bei der Steigerung der Gästeübernachtungen unter den vier bayerischen Tourismusregionen Platz 1 – vor Oberbayern-München, Ostbayern sowie Allgäu/Bayerisch-Schwaben.

Bereits das Gesamtjahr 2025 bewegte sich trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf einem konstant hohen Niveau: Die Gästeübernachtungen lagen lediglich 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert 2024, gleichzeitig konnten die Gästeankünfte um 0,3 Prozent gesteigert werden. „Nach einem insgesamt stabilen Tourismusjahr 2025 ist Franken nun noch stärker in das Jahr 2026 gestartet. Das zeigt, dass unsere Region weiterhin eine hohe touristische Anziehungskraft besitzt“, erklärt Thomas Bold, Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken.

Viele Bereiche profitieren von der touristischen Nachfrage

Rund 85 Prozent der Gäste in Franken kommen aus Deutschland, etwa 15 Prozent aus dem Ausland. Damit bleibt Franken sowohl auf dem heimischen Markt als auch international gut positioniert. Der Tourismus ist dabei weit mehr als ein reiner Freizeitfaktor: Er sichert Arbeitsplätze, schafft Wertschöpfung in Stadt und Land und stärkt Franken als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie zahlreiche weitere Branchen profitieren direkt und indirekt von der touristischen Nachfrage. Gleichzeitig kommen viele touristische Angebote – von Veranstaltungen über Rad- und Wanderwege bis hin zu kulturellen Einrichtungen – auch der lokalen Bevölkerung zugute.

Viele Touristen lassen sich bei einer Führung – hier mit Historiker Alexander Biernoth (rechts) am Bronze-Tastmodell der Stadt auf dem Schlossplatz – die Geheimnisse Ansbachs erklären. (Archivbild: Oliver Herbst)
Viele Touristen lassen sich bei einer Führung – hier mit Historiker Alexander Biernoth (rechts) am Bronze-Tastmodell der Stadt auf dem Schlossplatz – die Geheimnisse Ansbachs erklären. (Archivbild: Oliver Herbst)

Tourismus in Ansbach: Auslandsgäste bleiben fern, doch ein Gästehaus boomt

Die Übernachtungszahlen in der Stadt lassen einige Trends erkennen: Touristen werden „deutscher” und bleiben kürzer. Können die sozialen Medien helfen?

„Solche Entwicklungen sind nur möglich, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen“, betont Bold weiter. „Der Erfolg Frankens basiert auf einer starken Zusammenarbeit innerhalb der Region. Dass die große Mehrheit der fränkischen Kommunen Mitglied im Tourismusverband Franken ist, ermöglicht es uns, Franken gemeinsam als attraktives Reiseland zu positionieren und überregional sichtbar zu machen.“ Tourismusmarketing und Investitionen in touristische Infrastruktur sind freiwillige Leistungen der Kommunen. In Zeiten angespannter Haushalte stehe deshalb oft die Mitgliedschaft im Tourismusverband Franken und der damit verbundene Mitgliedsbeitrag zur Diskussion.

Trend zu kurzfristigeren Buchungsentscheidungen

„Wir leisten für unsere Mitglieder koordiniertes und strategisches Marketing in einer Dimension, die keine Kommune allein so stemmen kann“, erklärt Angelika Schäffer, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Franken. Professionelle Vermarktung, reichweitenstarke Kampagnen, internationale Marktbearbeitung und Pressearbeit seien nur im Verbund effizient umzusetzen und hätten im Verband eine weit größere Durchschlagskraft als im Alleingang. Zudem spiele die Auffindbarkeit in digitalen und KI-gestützten Systemen eine immer größere Rolle. „Große, gut vernetzte Plattformen und Websites wie frankentourismus.de werden von KI-Systemen als besonders relevant eingestuft“, so Angelika Schäffer weiter. „Davon profitieren unsere Mitglieder unmittelbar.“

Trotz der erfreulichen Entwicklung bleibt der Blick in die Zukunft herausfordernd. Inflation, steigende Energiepreise sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Lage wirken sich weiterhin auf das Reiseverhalten der Menschen aus. Zudem beobachtet der Tourismusverband Franken seit geraumer Zeit einen Trend hin zu kurzfristigeren Buchungsentscheidungen. Die Rahmenbedingungen bleiben volatil, weshalb Prognosen für die kommenden Monate derzeit nur schwer möglich sind.

Musikalische Vielfalt der Region

Gleichzeitig bietet Franken beste Voraussetzungen für einen Urlaub: Die Region überzeugt mit abwechslungsreichen Rad- und Wandertouren, kulinarischen Erlebnissen, historischen Städten, Familienangeboten, erholsamen Thermen- und Saunalandschaften sowie zahlreichen Veranstaltungen und Jubiläen im Jahresverlauf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf der Kampagne „Franken geHÖRT erlebt“, die die musikalische Vielfalt der Region zwischen Tradition, Festivals und kulturellen Highlights in den Mittelpunkt stellt. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter: www.frankentourismus.de/franken-gehoert-erlebt

Insgesamt blickt der Tourismusverband Franken optimistisch auf die weitere touristische Entwicklung der Region und positioniert Franken weiterhin aktiv als attraktive Reisedestination – sowohl im Inland als auch in wichtigen internationalen Märkten.

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