Der Freelander von Land Rover feiert ein Comeback und wird dabei zu einer eigenen Marke mit einem halben Dutzend Modellen. Das hat der Hersteller Chery angekündigt und am Stammsitz im chinesischen Wuhu als erstes Modell den Freelander 8 enthüllt.
Damit knüpfen die Chinesen an eine Geschichte, die bei uns nach knapp 20 Jahren und über einer Million Fahrzeuge in zwei Generationen 2014 beendet worden war. Danach hat der britische Hersteller die Markenrechte in ein Joint Venture mit den Chinesen eingebracht, über das die Geländewagen nun auch ihren Weg zurück nach Europa finden.
Denn nach dem Start in China und der Golf-Region haben sie auch den Europa-Export auf dem Zettel, wie Chery mitteilt. Dabei wollen sie nicht zuletzt auf den Erfahrungen aufbauen, die sie gerade mit der Einführung ihrer Töchter Omoda und Jaecoo sammeln.
War der Freelander über lange Jahre das Einstiegsmodell der Briten, beginnen sie das Comeback jetzt mit einem XXL-Geländewagen von mehr als fünf Metern Länge, der Platz für drei Sitzreihen bietet. In Europa allerdings soll er nur als Fünfsitzer kommen und entsprechend mehr Kofferraum bieten.
Zudem wollen die Chinesen mit einer umfangreichen Digitalausstattung punkten. So gibt es neben einem Bildschirm über die gesamte Breite des Cockpits auch die Elektronik für weitgehend automatisiertes Fahren und einen Einpark-Roboter, so der Hersteller weiter. Für maximalen Komfort sorgen in der zweiten Reihe auf Wunsch „Kapitänssitze“ mit ausfahrbarer Beinauflage.
Von Land Rover hat der Freelander 8 aber nicht nur den Namen, sondern auch das neu interpretierte, aber auf Anhieb wiederzuerkennende Design geerbt. Der neue Freelander soll ausschließlich mit elektrischem oder elektrifiziertem Antrieb angeboten werden. Nach Europa kommt zuerst der Plug-in-Hybrid mit rund 120 Kilometern elektrischer Reichweite.
Auch bei der Gelände-Technik haben die Chinesen nach Großbritannien geschaut: Die gewohnten Offroad-Eigenschaften wollen sie mit neuen speziellen Fahrprogrammen, Luftfederung und variabler Bodenfreiheit, einem elektronischen Sperrdifferential an der Hinterachse und einem virtuellen Mittendifferential sicherstellen.
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