Mit vier Frauen unter den neun Listenplätzen startet die 2001 gegründete Freie Wählergemeinschaft Dietersheim (FWG) in den Wettbewerb um die Gemeinderatsplätze bei der Kommunalwahl. Mit der FWG auf Kreis- oder Landesebene hat der Verein indes nichts zu tun.
Zweck des Zusammenschlusses ist einzig die Nominierung von Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat in Dietersheim. Die Aufstellungsversammlung im Vereinsheim der Schützengilde Dietersheim war gut vorbereitet. Unter der Wahlleitung von „noch FWG-Gemeinderat“ Klaus Hartlehnert ging die Wahl innerhalb von 20 Minuten über die Bühne.
Hartlehnert bewirbt sich bei der kommenden Wahl nicht mehr um ein Mandat in der Dietersheimer Ratsrunde. Mit Michael Hartlehnert steht aber sein Sohn auf der Liste, der damit in die Fußstapfen des Vaters treten will.
Den 19 anwesenden stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde und weiteren Interessierten stellte Hartlehnert zunächst die Reihung der Liste vor. Die ersten Plätze nehmen die Kandidatinnen und Kandidaten ein, die bereits in der Ratsrunde vertreten sind und ihre erneute Kandidatur bekundet hatten.
Auf den folgenden Plätzen stehen Personen, die sich neu einbringen wollen und auf entsprechende Unterstützung bei der Wahl hoffen. Die Liste sei ausgewogen, was Alter, Herkunft innerhalb der Gemeinde und ihrer Ortsteile sowie den beruflichen Hintergrund betreffe, betonte Hartlehnert.
Während der Vorstellungsrunde zeigte sich, dass im Dietersheimer Gemeinderat ein harmonisches Zusammenarbeiten zum Wohl der Kommune im Vordergrund steht. Unisono erklärten die bisherigen Ratsmitglieder, dass die gemeinsame Arbeit Spaß mache und die vielfältigen Aufgaben im Miteinander gemeistert würden.
Beruflich bedingt war Silvia Hörtreiter aus dem Ortsteil Altheim nicht anwesend, sie hatte aber vorab ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Somit konnte Klaus Hartlehnert eine fertige Aufstellungsliste präsentieren, bei dem die Stimmberechtigten ihre Zustimmung oder Ablehnung nur noch mit Ja oder Nein bekunden mussten.
Damit die geheime Wahl auch geheim blieb, konnten die Stimmzettel in einem Nebenraum ausgefüllt werden. Das Ergebnis: 19 gültige Stimmzettel wurden abgegeben, 17 Wahlberechtigte stimmten mit Ja, zwei waren gegen den Listenvorschlag und stimmten mit Nein. Nun geht es darum, dass sich 60 Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde mit ihrer Unterschrift im Rathaus für die FWG-Liste aussprechen, damit diese zur Kommunalwahl 2026 zugelassen wird. Ab wann die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger zur Unterstützung der FWG-Liste besteht, wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Das Alter bezieht sich auf den Wahltag.