Nach den Spielen von diesem Wochenende dürfen alle Experten den ersten Strich ziehen. In der Fußball-Bezirksliga Süd steht der 15. Spieltag und damit der letzte der Hinrunde auf dem Programm. Aus Westmittelfranken-Sicht gibt es noch einmal zwei interessante Derbys.
Das eine Derby bestreiten zwei Mannschaften, die augenscheinlich komplett unterschiedliche taktische Ansätzen verfolgen. Wenn Fortuna Neuses (6. Platz/24) den FV Uffenheim (4./26) zu Gast hat, treffen Teams aufeinander, in deren bisherigen Spielen 69 bzw. nur 34 Tore fielen – Hurra-Fußball gegen Catenaccio?
Neuses weist – übrigens wegen eines vorgezogenen Rückrundenspiels in 15 Partien – mit 38 erzielten Toren den Bestwert der Liga vor, hat aber auch schon 31 Gegentreffer kassiert. Alleine drei der letzten vier Spiele endeten 4:2 bzw. 2:4. Zahlende Zuschauer des FVU bekommen ligaweit die wenigsten Tore pro Euro zu sehen: Die Uffenheimer stellen mit 14 Gegentoren in 14 Spielen die zweitbeste Abwehr (hinter Wendelstein mit 12), haben aber auch erst 21 Tore erzielt. Nur die fünf Mannschaften auf den Relegations- und Abstiegsplätzen waren seltener erfolgreich.
Im anderen Westmittelfranken-Duell treffen am Sonntag der SC Aufkirchen (3./28) und die SG Herrieden aufeinander. Der SCA stellt nach Neuses die zweitbeste Offensive (37 Tore) und ist weiterhin an der Spitze um Alesheim und Wendelstein dran, obwohl drei der letzten fünf Partien verloren gingen.
Herrieden hat es nach schwierigem Saisonbeginn letzte Woche geschafft, ausgerechnet das Heimspiel gegen den Vorletzten Hofstetten mit 0:1 zu verlieren. Mit diesem Dämpfer ging eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage zu Ende. Der Trend ist jedoch klar: Es geht aufwärts bei der SG, in Aufkirchen wird es aber schwer, die Gastgeber stehen in der Heimtabelle auf Platz 1.
Einen ähnlich schweren Gang haben die Sportfreunde Dinkelsbühl (7./23) vor sich. Sie müssen zum FC Wendelstein (2./29), der in der Heimtabelle Rang 3 belegt und sportgeländeübergreifend seit zehn Spielen ohne Niederlage ist. In den letzten fünf Partien ließ die beste Abwehr der Liga (12 Gegentore) viermal keinen Treffer zu. Dinkelsbühl hingegen hat auswärts erst ein Spiel gewonnen und zuletzt drei, drei und vier Gegentreffer kassiert. Dabei ging am Dienstag auch der Heimnimbus flöten, als die Freunde von Tabellenführer SV Alesheim die Grenzen aufgezeigt bekamen (0:4).
Leicht kuriose Züge hat der aktuelle Lauf des FC/DJK Burgoberbach (5./24). Seit Anfang September ist der Aufsteiger in sechs Spielen ohne Niederlage. In diesem Zeitraum endeten alle drei Heimspiele Unentschieden, auswärts gab es immer Siege. Nach dem Überraschungserfolg in Uffenheim (2:1) hat sich als nächster möglicher Remis-Partner der TSV Heideck (8./20) am Burgoberbacher Sportgelände angemeldet.
Der TSV ist vom Uffenheimer Schlag – nur 22 Tore geschossen, nur 18 kassiert – und hat seine fünf Saisonsiege gegen die letzten fünf der aktuellen Tabelle geholt. Gegen die übrigen neun besser platzierten Teams hatte Heideck Probleme vor allem in der Offensive, hat aber immerhin noch fünf Unentschieden (Ligahöchstwert) herausgeholt. Gerade auswärts steht die Heidecker Abwehr, auf fremden Plätzen gab es in sieben Partien nur sieben Gegentore (Ligabestwert).
Samstag, 15 Uhr:
FC Wendelstein – Spfr Dinkelsbühl
Samstag, 16 Uhr:
Fortuna Neuses – FV Uffenheim
Samstag, 18 Uhr:
SV Alesheim – FC Ezelsdorf
Sonntag, 15 Uhr:
FC/DJK Burgoberbach – TSV Heideck
TSV Meckenhausen – TSV Greding
TSV Katzwang – FC Schwand
SC Aufkirchen – SG Herrieden
Sonntag, 15.30 Uhr:
SF Hofstetten – DJK Göggelsbuch