Der Hype um Lionel Messi in den USA geht weiter. Nur kurz nach dem Endspiel der Major League Soccer brodelt die Gerüchteküche. Laut amerikanischen Medienberichten soll sich Inter Miami weiter prominent verstärken wollen. Ein Name, der da fällt, ist der von Superstar Luis Suarez. Ein anderer: Julian Gressel aus Neustadt/Aisch.
Dass Messi im Sommer nach Miami wechselte und gleich noch zwei Kumpels aus besten Zeiten beim FC Barcelona mitbrachte, sorgte für Aufsehen in den USA. Nach den Transfers von Jordi Alba und Sergio Busquets gab es schnell Gerüchte, dass auch Luis Suarez Gefallen an dem Projekt in Florida gefunden hätte.
Der Stürmer aus Uruguay gilt als einer der besten Freunde von Messi und gab auch offen zu, mit ihm über die MLS gesprochen zu haben. Mit seinem brasilianischen Club Gremio Porto Alegre wurde Suarez sich kürzlich einig, dass man den ursprünglichen Zwei-Jahres-Vertrag ein Jahr früher auflöst. Der Miami Herald berichtete nun unter der Woche, dass der Wechsel von Suarez nur noch Formsache wäre.
Außerdem fiel in den US-Medien der Name von Julian Gressel. Der mittlerweile zweifache MLS-Champion, der auch schon für die US-Nationalmannschaft spielte, hat ein guten Namen in Übersee. Er gilt laut Columbus Dispatch als einer der gefragtesten vertragslosen Spieler im MLS-Kosmos, nachdem sein Kontrakt bei Columbus Crew nach dem Titelgewinn Anfang Dezember ausgelaufen war.
Gressel soll Verhandlungen unter anderem mit New England Revolution – für Gressel heimatnah im Nordosten der USA gelegen – und Inter Miami führen. Laut Miami Herald gilt der Messi-Club als Favorit für die Unterschrift des Neustädters.
In dem Zusammenhang soll auch ein Tauschgeschäft stehen, das Inter Miami am Mittwoch durchzog. Das war der Tag des MLS-Superdrafts, an dem sich die Vereine die Vertragsrechte von Talenten sichern. Inter tauschte einen frühen, guten Draftpick gegen einen späteren Pick sowie General Allocation Money (GAM).
Jedes MLS-Team darf nur einen gewissen Geldbetrag für seine Spieler pro Saison ausgeben (wobei es Ausnahmen als Designated Players gibt, beispielsweise Messi). Durch den Trade hat sich Miami zusätzliches Geld – also GAM – erkauft, was laut Miami Herald Platz im Gehaltsgefüge für Suarez und Gressel schaffen soll.
Die nötigen Entscheidungen müssen zeitnah getroffen werden. Am 10. Januar beginnt für Miami die Vorbereitung auf die neue Saison. Die startet am Mittwoch, 21. Februar, mit dem Spiel Inter Miami gegen Real Salt Lake. Trägt dann Julian Gressel das gleiche rosafarbene Trikot wie Weltfußballer Lionel Messi und dessen besten Kumpels, die in Miami ihre Karrieren ausklingen lassen?