Nach dem 2:2 vom Dienstag beim TSC Neuendettelsau wartet auf den SVG Steinachgrund das nächste Abendspiel in der Fußball-Landesliga Nordost. Am Freitag, 28. November, empfängt er um 19 Uhr die SpVgg Jahn Forchheim. Allerdings muss der Jahreszeit entsprechend abgewartet werden, ob in Gutenstetten gespielt werden kann.
Die Steinachgründer verfügen zwar über einen Kunstrasenplatz, der eine Spielansetzung eher ermöglicht, als ein normales Rasenspielfeld, doch auch der stößt bei winterlichen Verhältnissen an Grenzen. „Wenn es Temperaturen um den Gefrierpunkt hat, wird es schwierig. Unser letztes Training auf diesem Platz war nicht so gut”, musste SVG-Trainer Thomas Guter feststellen. Die Rutschgefahr bei Frost ist ebenso erhöht wie die Verletzungsgefahr für die Spieler. Eine endgültige Entscheidung über die Spielansetzung soll am Freitagvormittag fallen.
Über den Punktgewinn beim 2:2 in Neuendettelsau war Thomas Guter nur bedingt zufrieden. Es hätte schon auch ein Dreier, der angesichts der Tabellensituation so wichtig gewesen wäre, sein können: „Wir waren in der 1. Halbzeit die bessere Mannschaft, hatten das Spiel im Griff und lagen auch 2:0 in Führung. Neuendettelsau hatte im Prinzip nur eine Torchance und die hat der Gegner ausgerechnet kurz vor der Halbzeitpause zum Anschlusstreffer genutzt. Damit war klar, dass es nach dem Wechsel ein anderes Spiel werden würde.” Wurde es dann auch – der TSC drängte auf den Ausgleich, der in der 62. Minute auch prompt realisiert wurde. In der Schlussphase hätte der Gastgeber sogar noch gewinnen können.
„Dass bei uns der Spielfluss der 1. Halbzeit etwas verloren ging, hatte auch mit verletzten Spielern zu tun. Wir waren gezwungen, viermal zu wechseln. Und die, die raus mussten, waren Leistungsträger”, betont Guter. Unter anderem betraf das auch wieder Niklas Körber. Der Kapitän laboriert seit Längerem an einer Muskelverletzung im Oberschenkel, die wieder aufgebrochen ist. Am schlimmsten hatte es beim TSC aber Manuel Heinlein erwischt, der nach einem Pressschlag mit einer stark blutenden Knöchelverletzung vom Feld musste.
Die Tabellensituation für die Steinachgründer ist nach wie vor angespannt. Mit 23 Punkten liegen sie auf Rang 13, müssen aber aufpassen, nicht doch noch hinten rein zu rutschen. Der Tabellenfünfzehnte TSV Weißenburg (erster Relegationsplatz) hat zwar erst 17 Punkte, aber auch ein Spiel weniger absolviert.
Für den Tabellenvierten SpVgg Jahn Forchheim (42 Punkte) dürfte Platz eins nicht mehr als realistisches Ziel gelten – Spitzenreiter DJK Ammerthal hat schon zehn Punkte mehr auf seinem Konto. Die Vizemeisterschaft haben die Forchheimer aber noch im Blick: Der Tabellenzweite Erlangen-Bruck und der Tabellendritte Münchberg haben nur einen Zähler mehr.
Ein Spitzenwert der Landesliga Nordost sind für Forchheim 59 erzielte Tore. Größten Anteil daran hat SpVgg-Goalgetter Patrick Hoffmann. Mit seinen 18 Treffern liegt er zusammen mit Lucas Köhler (Münchberg) in der Torjägerliste der Liga auf Rang eins und glänzt zudem mit 12 Torvorlagen. Zehnmal erfolgreich war bislang Jahn-Spieler Christian Rzonsa.
Vor eigenem Publikum sind die Forchheimer noch ungeschlagen, liegen mit neun Siegen und zwei Unentschieden in der Heimtabelle auch auf Rang eins. Das Hinspiel gegen Steinachgrund gewannen sie klar mit 4:1. In der Auswärtstabelle ist die Sportvereinigung allerdings nur Tabellensiebter (4 Siege/1 Unentschieden/4 Niederlagen). Eine Bestandsaufnahme, die den Steinachgründern Mut machen sollte.