Herausfordernde Saison: DAV plant für Potsdamer Hütte flexiblere Öffnungszeiten | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 09.04.2026 12:30

Herausfordernde Saison: DAV plant für Potsdamer Hütte flexiblere Öffnungszeiten

Die vergangene Wintersaison stellte die Betreiber der Potsdamer Hütte sowie die Sektion Dinkelsbühl-Crailsheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) vor außergewöhnliche Herausforderungen. (Foto: DAV/Sven Bissert)
Die vergangene Wintersaison stellte die Betreiber der Potsdamer Hütte sowie die Sektion Dinkelsbühl-Crailsheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) vor außergewöhnliche Herausforderungen. (Foto: DAV/Sven Bissert)
Die vergangene Wintersaison stellte die Betreiber der Potsdamer Hütte sowie die Sektion Dinkelsbühl-Crailsheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) vor außergewöhnliche Herausforderungen. (Foto: DAV/Sven Bissert)

Die vergangene Wintersaison stellte die Betreiber der Potsdamer Hütte im österreichischen Sellrain sowie die Sektion Dinkelsbühl-Crailsheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) vor außergewöhnliche Herausforderungen. Trotz eines bereits nach hinten verschobenen Saisonstarts machte sich zu Beginn erneut erheblicher Schneemangel bemerkbar.

Immer deutlicher zeige sich, dass starre Öffnungszeiten in Zeiten sich wandelnder klimatischer Bedingungen kaum noch praktikabel seien, heißt es in einer Pressemitteilung. Künftig werde man die Betriebszeiten flexibler anpassen müssen, da selbst eine attraktive Hütte und hochwertige Gastronomie bei ungünstigen Verhältnissen nur begrenzt Gäste anziehen können, betont Hüttenwirt Sven Bissert.

Über 500 Stornierungen sind angefallen

Besonders prägend war in diesem Winter die schwierige Lawinensituation. Eine äußerst schwache Altschneedecke begleitete die gesamte Saison – ein Phänomen, das laut Experten nur etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre auftritt, zuletzt im Winter 2015/16. Entsprechend herrschte über lange Zeiträume Lawinenwarnstufe 3, teilweise sogar 4. Nur selten entspannte sich die Lage auf Stufe 2. Viele Gäste verhielten sich daher nachvollziehbar zurückhaltend oder verzichteten ganz auf geplante Touren.

Auch die Wetterentwicklung zeigte sich insgesamt sehr wechselhaft. Längere trockene Phasen wechselten sich mit intensiven Niederschlägen ab, begleitet von teils erheblichen Temperaturschwankungen zwischen sehr kalten und ungewöhnlich milden Perioden. Insgesamt führte dies zu einer äußerst anspruchsvollen Saison, die insbesondere in kritischen Phasen mehr als 500 Stornierungen zur Folge hatte – mit spürbaren finanziellen Auswirkungen sowohl auf den Hüttenwirt als auch auf die Sektion.

Die Hütte beendet die Wintersaison am 11./12. April. Der Start in die Sommersaison ist derzeit für den 12. Juni vorgesehen. Trotz aller Herausforderungen ziehen die Betreiber eine positive Bilanz. Im vergangenen Sommer konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden, darunter viele treue Stammgäste, die seit der Übernahme regelmäßig – teils mehrmals jährlich – zurückkehren. Dies werten die Betreiber als Bestätigung ihres eingeschlagenen Weges. Auch die mediale Resonanz fiel erfreulich aus: Berichte im Fernsehen und ein Podcastauftritt sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit. Für die kommende Sommersaison hoffen die Betreiber nun auf stabilere Wetterverhältnisse.

Crowdfunding für Kletterturm gestartet

Des Weiteren teilt die DAV-Sektion Dinkelsbühl-Crailsheim mit, dass für den Erwerb des Grundstücks am Kletterturm in Sinbronn ein Crowdfunding ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die anfallenden Grundstücks- und Nebenkosten möglichst gering zu halten und die Attraktivität des Kletterturms langfristig zu sichern.

„Mit dem Projekt soll ein wichtiger Ort für das Klettern, Ausbildung und Gemeinschaft erhalten bleiben und gleichzeitig ein Anbau zum bestehenden Turm realisiert werden – für mehr Kletterfläche, höhere Wände und spannende Routen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Spende finden sich unter www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/gemeinsam-unser-grundstueck-e


Von lil
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