Die TSG 1899 Hoffenheim wird nicht gegen das Gerichtsurteil im Streit mit Spielerberater Roger Wittmann vorgehen. Dies sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker in der TV-Sendung „Doppelpass“ von Sport1. „Das hat für viel Unruhe gesorgt. Fakt ist jetzt auch, dass wir nicht in Berufung gehen, sondern das Thema hinter uns lassen“, erklärte der 39 Jahre alte Österreicher.
Der seit Monaten in einer Führungskrise steckende Fußball-Bundesligist hatte gegen Roger Wittmann sowie einen weiteren Spielerberater der Agentur Rogon ein Stadion- und Hausverbot für die Sinsheimer Arena erlassen. Das Landgericht urteilte daraufhin im September, dass die Stadionverbote und die Einschränkungen beim Logen-Besuch unzulässig seien. Das Zutrittsverbot für das Trainingszentrum in Zuzenhausen blieb jedoch bestehen.
Wittmann ist ein enger Vertrauter von TSG-Mäzen Dietmar Hopp, der das juristische Vorgehen gegen seinen Freund als „große Sauerei“ bezeichnete. Der Milliardär hält als Gesellschafter an der Profi-Abteilung 49 Prozent, die restlichen 51 Prozent liegen beim Verein. Die Fan-Szene wehrt sich seit Jahren gegen Wittmanns Einfluss in Hoffenheim, zuletzt mit zahlreichen Aktionen.
Wittmann geht inzwischen juristisch gegen TSG-Fans vor, die Fahndungsplakate mit seinem Konterfei verteilt und im Stadion aufgehängt haben. Er habe zu Hopp ein „sehr, sehr gutes Verhältnis“ betonte Schicker. Allerdings hatte der Manager im Prozess gegen Wittmann ausgesagt. Von zwei anderen Geschäftsführern, die sich von Wittmann abgrenzten, hatte sich Hoffenheim getrennt.
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