Nach der Siegerehrung ist Markus Leng noch voller Adrenalin. Er hat zwar den 37. Aischgrund-Triathlon nicht selbst absolviert, ist aber schon seit 7 Uhr auf den Beinen. Zusammen mit Co-Hauptorganisator Lothar Stanke und einem tollen Team an Helfern ist er um 15.30 Uhr im doppelten Wortsinn fertig, aber froh.
Endlich Gelegenheit, sich selbst einmal hinzusetzen und etwas zu sich zu nehmen. Aber die Begeisterung des mittlerweile schon routinierten Gesamtorganisatoren von der veranstaltenden DLRG Neustadt ist noch sehr gut spürbar: „Alles hat reibungslos geklappt. Das liegt vor allem an unseren Super-Helfern und -Helferinnen. Das sind Menschen, die sehen einfach, wenn etwas zu tun ist.” 64 von ihnen haben zum Gelingen der Traditionsveranstaltung beigetragen.
Seit Monaten haben Leng und Stanke schon alle Hände voll zu tun, aber jetzt ist der Moment, in dem Leng spürt: Es hat sich gelohnt. Neben den vielen Zeitmessern, Streckeneinweiserinnen, Kaffee- und Kuchenverkäufern, Wertsachenaufbewahrerinnen und Beauftragten für andere Aufgaben tragen dazu zahlreiche Sponsoren bei, welche die Übergabe der T-Shirts für alle, die teilgenommen haben, die Getränkeausgabe, Massage-Angebote oder das Aufstellen von Biergarnituren ermöglichen. Stadt und Stadtwerke unterstützen ebenfalls. Die Feuerwehr regelte den Verkehr an der Radstrecke.
Zu den schönen Erlebnissen zählt es, wenn Elena Smirnova in der Altersklasse 55 ihren ersten Triathlon erfolgreich absolviert und sich wahnsinnig freut. Auch diesmal sind wieder Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer weiteren Anreise vor Ort, aus dem Allgäu oder aus München, gekommen, bei denen das Neustädter Waldbad einen Wow-Effekt hervorruft. Der Erlös kommt der Jugend- und Vereinsarbeit der DLRG zugute.
In diesem Jahr wurden 297 Startnummern ausgegeben, 18 Staffeln (in denen man Schwimmen, Radeln und Laufen auf verschiedene Leute aufteilt) gingen zusätzlich an den Start. „Falls es schon einmal eine höhere Startzahl gegeben hat, muss das schon lange zurückliegen”, sagt Leng. Sportler und Sportlerinnen fanden ideale Bedingungen vor: trockenes, nicht zu heißes Wetter. Unter blauem Himmel waren auch zahlreiche Fans zur Stelle, manche sogar mit eigens gemalten Schildern zum Anfeuern.
Es ist ein Jedermann-Triathlon, an dem aber auch ambitionierte Sportler und Sportlerinnen teilnehmen. Für die 400 Meter Schwimmen, gut 20 Kilometer Radfahren und den abschließenden fünf-Kilometer-Lauf benötigen die Schnellsten von ihnen kaum mehr als eine Stunde. Andi Boessl aus dem Team „Börek Performance” hat mit einer Stunde und 24 Sekunden Rang eins unter allen Teilnehmern errungen, gefolgt von Alessio Weinbrenner (TSG 08 Roth) in 1:01:36 und Nel Schultz (TB Erlangen, 1:01:52).
Die schnellsten Frauen sind Josefine und Charlotte Doseth vom SV Würzburg. Josefine Doseth startet noch bei der Jugend und war mit 1:07:17 die schnellste Frau und die Neuntschnellste insgesamt. Charlotte Doseth folgt mit 1:08:54 auf Platz zwei und Rita Steger vom SSV Forchheim ist Dritte mit 1:09:44. Der älteste Teilnehmer, der ebenfalls das Ziel erreicht hat, wird in einem halben Jahr 80.