„Kleine Schatzsuche“ im Ansbacher Stadthaus | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.12.2023 15:45

„Kleine Schatzsuche“ im Ansbacher Stadthaus

Von der Marmelade über Schmuck bis hin zum Mühle-Spiel: In der Weihnachtsausstellung im Stadthaus gibt es allerhand Schätze zu entdecken. Insgesamt 31 Aussteller präsentieren in diesem Jahr ihre Werke in der Gotischen Halle. Die Verantwortlichen der Stadt sind bisher sehr zufrieden.

Die Geschäfte in der Ausstellung laufen bisher gut, äußern sich Kulturreferentin Nadja Wilhelm und Organisatorin Renate Weinmann positiv. „Die Besucherfrequenz ist seit Jahren ungebrochen“, betonen beide. „Das ist enorm.“

Gestern Vormittag zum Beispiel waren die Verantwortlichen damit beschäftigt, die Bestände wieder aufzufüllen. „Wir hatten scheinbar ein heißes Wochenende“, sagt Weinmann und lacht. Aber auch sonst soll die Regale nicht leergeräumt aussehen. Die Besucher sollen ja schließlich etwas zu entdecken haben.

31 Aussteller sind in diesem Jahr dabei. Darunter sind viele Stammaussteller, auf die Renate Weinmann zurückgreifen kann. Inzwischen finden sich aber auch immer mehr junge Künstler in ihrem Fundus, was die Organisatorin besonders freut. „Das bringt natürlich auch frische Impulse.“

Vom Material geht es über Metall, Holz, Textil, Floral und Keramik, wie Weinmann berichtet. „Da ist eigentlich die ganze Bandbreite abgedeckt. Das finde ich so faszinierend.“ In der Ausstellung werden zum Beispiel liebevoll zusammengerührte Marmeladen, filigran gearbeiteter Schmuck, schwungvoll geflochtene Körbe oder genähte Weihnachtssterne angeboten. „Das ist wie eine kleine Schatzsuche“, sagt Wilhelm.

Was das Besondere an der Ausstellung ist, da sind sich Weinmann und Wilhelm einig. Die Waren sind alle Unikate, wie Weinmann erklärt. „Es ist nicht identisch reproduzierbar“, pflichtet Wilhelm bei. „Das wird mit viel Leidenschaft, Geduld, Liebe und Zeit produziert“, so Weinmann weiter.

Dekoration von der Straße

Neu im Sortiment sind heuer etwa die Spiele wie Mühle, die aus der Hand von Herbert Specht stammen. Verschiedene Varianten des Klassikers Mühle hat er produziert – auch eine runde. Ein Eigenkreation ist das nicht. „Das geht auf die Römer zurück.“ Viel Arbeit steckt ihm zufolge in den Spielen. Jedes Stäbchen, die Spielfiguren also, hat er 14-mal in der Hand, bis sie fertig sind.

Doch auch fernab der eigentlichen Ausstellung gibt es in der Gotischen Halle das eine oder andere Schätzchen zu entdecken. In einer Ecke lehnt zum Beispiel eine alte weiße Tür. Diese hat Renate Weinmann vor vielen Jahren in der Eyber Straße entdeckt. Die Türe wäre einer Haussanierung zum Opfer gefallen.

Auch das davor stehende Schränkchen ist ein Straßenfund. Die Kriterien für die Dekoration sind einfach, erzählt sie und grinst. „Sie muss günstig und mobil sein.“ Ab Oktober ist sie deshalb in der Gegend unterwegs und hält die Augen offen – „bei der Jagd nach Dekogegenständen“.

Die Weihnachtsausstellung im Stadthaus kann noch in dieser Woche besichtigt werden. Sie ist von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Die Weihnachtsausstellung ist in der Gotischen Halle im Stadthaus zu finden. Interessierte können sich noch bis Samstag, 23. Dezember, hier umsehen. (Foto: Jim Albright)
Die Weihnachtsausstellung ist in der Gotischen Halle im Stadthaus zu finden. Interessierte können sich noch bis Samstag, 23. Dezember, hier umsehen. (Foto: Jim Albright)
Die Weihnachtsausstellung ist in der Gotischen Halle im Stadthaus zu finden. Interessierte können sich noch bis Samstag, 23. Dezember, hier umsehen. (Foto: Jim Albright)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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