Kommunalwahl in Ippesheim: Nur eine Frau auf der Liste der Wählergemeinschaft | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.11.2025 11:15

Kommunalwahl in Ippesheim: Nur eine Frau auf der Liste der Wählergemeinschaft

Bürgermeister Karl Schmidt (links) will noch einmal für das Amt kandidieren. Die anderen Ippesheimer und die Ippesheimerin hoffen, von den Wählerinnen und Wahlern ins Gremium votiert zu werden. (Foto: Ute Niephaus )
Bürgermeister Karl Schmidt (links) will noch einmal für das Amt kandidieren. Die anderen Ippesheimer und die Ippesheimerin hoffen, von den Wählerinnen und Wahlern ins Gremium votiert zu werden. (Foto: Ute Niephaus )
Bürgermeister Karl Schmidt (links) will noch einmal für das Amt kandidieren. Die anderen Ippesheimer und die Ippesheimerin hoffen, von den Wählerinnen und Wahlern ins Gremium votiert zu werden. (Foto: Ute Niephaus )

Nach einer guten Stunde war es vollbracht: Da hatten die Ippesheimer sowohl mit dem amtierenden Gemeindechef Karl Schmidt ihren Bürgermeisterkandidaten als auch eine Frau und acht Männer für den neuen Gemeinderat nominiert. Schnell war die Gruppe zusammengestellt, auch wenn es nicht gelang, die Liste mit zwölf Bewerbern zu füllen.

Diese wurde sozusagen „live” aufgestellt. Letztlich fanden sich für Ippesheim neun Freiwillige, die gerne kandidieren würden. Als Wahlleiter fungierte Hermann Wießner, der selbst langjähriger Gemeinderat war. „Es geht um die Belange der Gemeinde”, erklärte er an die Adresse der Anwesenden gewandt und forderte sie dazu auf, sich als Kandidat oder Kandidatin zur Verfügung zu stellen. „Ich erwarte hier mehr”, appellierte er an die Besucherinnen und Besucher, als die Interessenten anfangs noch etwas zaghaft daherkamen.

Nachdem im Jahr 2025 das Jubiläum des Ortes im Fokus gestanden habe, gehe es nun um die Zukunft, um die Frage, wie sich die Gemeinde weiterentwickeln könne. Es bedürfe engagierter Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die über den Tellerrand schauen.

15 Stimmen für Bürgermeister Schmidt

Zu denen, die wieder dazugehören wollen, gehört auch der amtierende Bürgermeister Karl Schmidt. Ein weiterer Kandidat für diesen Posten meldete sich nicht. Von den 21 Stimmberechtigten, die zu dieser Zeit im Gemeindesaal anwesend waren, stimmten 15 für den Amtsinhaber, drei Mal wurden andere Namen genannt, drei enthielten sich.

Schmidt bedankte sich für die Nominierung. Man habe bisher gut im Gremium zusammengearbeitet, betonte er. „Größere Konflikte gab es nicht.” Anschließend schlug er die bisherigen Ippesheimer Gemeinderäte als Kandidatinnen und Kandidaten vor – für die Wählergemeinschaft Ippesheim (WGI), dabei handelt es sich um eine Ortsteilliste.

Ihr Amt weiter ausüben würde gerne Christina Alt, die sich stark bei allem Organisatorischen rund um das Jubiläum „1200 Jahre Ippesheim” eingebracht hatte. Sie blieb an diesem Abend die einzige Frau auf der Liste. Wieder mit am Start sind auch Hans Döller und Werner Franz. Letzterer sitzt schon einige Perioden im Gemeinderat. „Ich engagiere mich im Dorf, mir gefällt es hier”, merkte Franz an. Gerne weitermachen würde auch Roland Pfeiffer. Wichtig sei es, Entscheidungen so zu treffen, dass das Beste für die Gemeinde erreicht wird. Bereits im Rat sind auch die Bewerber Volker Friedlein und Roland Pfeiffer.

Auf der Nominiertenliste ganz oben

Neu ins Rennen um einen Sitz im Gemeinderat geht Martin Pfeiffer. An der Arbeit des Gremiums habe er nichts auszusetzen, erklärte er. Freude äußerte Jens Koschnicke darüber, dass man ihn vorgeschlagen hatte. „Ich bin jetzt im Dorf angekommen”, stellte er fest, vor etlichen Jahren war er nach Ippesheim gezogen, bekleidet bereits ein Amt im Sportverein. Neben dem Bewährten, das man belassen könne, sei es wichtig, den Zeitgeist im Blick zu behalten. Wenn man nur auf der Stelle trete, bringe das niemanden weiter.

Dass ein Gemeinderat gut funktioniere, sei nicht selbstverständlich, erklärte Daniel Stumpf. Jede und jeder solle etwas dazu beitragen, den Ort voranzubringen. Für Professor Dr. Norbert Geuder wäre, wie für einige seiner Vorredner, ein Sitz im Gemeinderat etwas Neues, Erfahrung habe er somit nicht. Wichtig wäre auch ihm, dass man im Gremium harmonisch weiterarbeitet.

Bevor es zur Abstimmung ging, wurde noch darauf hingewiesen, dass jeder Stimmberechtigte neun Kreuze vergeben dürfen und man einem der Kandidatinnen und Kandidaten bis zu drei Stimmen geben könne. Wer letztlich die meisten Stimmen erhalte, stehe auf der Nominiertenliste ganz oben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Das war in zwei Fällen vonnöten. Weitere Nominierungsveranstaltungen für das Ratsgremium (und damit auch mögliche weitere Bürgermeisterkandidatennominierungen) stehen demnächst noch in den Ortsteilen Bullenheim und Herrnberchtheim an.

Die Nominierten für Ippesheim

1. Hans Döller (58, Landwirt)
2. Christina Alt (35, Prüfungskoordinatorin)
3. Professor Dr. Norbert Geuder (55, Hochschuldozent)
4. Jens Koschnicke (37, Polizeibeamter)
5. Werner Franz (62, IT-Architekt)
6. Daniel Stumpf (42, Selbstständig)
7. Volker Friedlein (50, Postbeamter)
8. Roland Pfeiffer (58, Selbstständig)
9. Martin Pfeiffer (43, Entwicklungsingenieur)

    Die Altersangabe bezieht sich auf den Wahltag.

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