Komplizierte Baustelle zieht lange Straßensperrung in Markt Erlbach nach sich | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 25.02.2026 07:00

Komplizierte Baustelle zieht lange Straßensperrung in Markt Erlbach nach sich

Die Arbeiten in der Hauptstraße Markt Erlbachs haben begonnen. Das führt auch zu Straßensperrungen und einem Ampelbetrieb. (Foto: Mirko Fryska)
Die Arbeiten in der Hauptstraße Markt Erlbachs haben begonnen. Das führt auch zu Straßensperrungen und einem Ampelbetrieb. (Foto: Mirko Fryska)
Die Arbeiten in der Hauptstraße Markt Erlbachs haben begonnen. Das führt auch zu Straßensperrungen und einem Ampelbetrieb. (Foto: Mirko Fryska)

Auf der Ansbacher und Windsheimer Straße, wie die Staatsstraße in Richtung Ansbach in Markt Erlbach heißt, ist über einen langen Zeitraum – Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß sprach von eineinhalb Jahren – mit Behinderungen zu rechnen. Danach soll sich aber auf der kurvigen Strecke auch spürbar etwas verbessert haben.

Das gilt vor allem für die Sicherheit der Fußgänger und Fußgängerinnen. Denn nach dem Ende der Baumaßnahme wird auf beiden Seiten ein durchgehender Fußweg verlaufen. Die Gemeinde Markt Erlbach hat extra eine Scheune zwischen der Einmündung der Haupt- und der Neuen Straße gekauft. Durch deren Abriss kann die Verkehrssituation entschärft werden. Davor liegt aber eine lange Bauzeit mit großen Einschränkungen.

Der überörtliche Verkehr wird von Ansbach her im Zenngrund ab dem Kreisverkehr nach Neuhof auf der Staatsstraße 2413 in Richtung Wilhermsdorf geführt und nach Adelsdorf dann auf der Staatsstraße 2252 über Eschenbach wieder zurück nach Markt Erlbach. Die Baumaßnahme mit drei Bauabschnitten dauert insgesamt bis zum Frühjahr/Sommer 2027.

Innerörtlich enden die Hauptstraße und der Hagenhofer Weg während des ersten Bauabschnitts an der Baustelle. Auch die Bushaltestellen im Pilsenmühler Weg und in der Hauptstraße wurden verlegt. Als Ersatz hält der Bus nun an der Schule und am Torhaus.

Kosten bei etwa 1,5 Millionen Euro

Obwohl es sich um eine Staatsstraße handelt, ist der Markt bei der Baumaßnahme federführend. Die Kosten, die auf die Staatsstraße entfallen, werden dann vom Staatlichen Bauamt übernommen. Wie der Leiter des Markt Erlbacher Bauamts, Michael Schlag, informiert, wird insgesamt mit Kosten von etwa eineinhalb Millionen Euro gerechnet.

Davon trägt das Staatliche Bauamt etwa 650.000 Euro, etwa 450.000 Euro bleiben beim Markt. Für die verbleibenden 400.000 Euro fließen Straßenbeiträge, beziehungsweise werden sie von den Zweckverbänden für Wasser und Abwasser, der Telekom oder anderen Versorgern errichtet.

Im ersten Bauabschnitt, der laut Schlag am längsten dauern wird, ist die Staatsstraße zwischen der Neuen Straße und der Einfahrt des „Netto” gesperrt. Dort wird auch die Scheune abgerissen. Der zweite Bauabschnitt schließt sich von der Neuen Straße bis zum Pilsenmühler Weg an und im dritten wird vom Pilsenmühler Weg bis zur Eva-Sichermann-Straße gebaut.

Der Gehweg soll fortgesetzt werden

In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde kurz vor knapp noch eine Anregung aus der Bürgerversammlung mit den Anliegern und Anliegerinnen für die geplante Baumaßnahme umgesetzt. Der beidseitige Gehweg soll demnach bis zum AWO-Sozialzentrum fortgesetzt werden.

Aus Sicht der Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß wertet der zusätzliche Gehweg die betroffenen Anwesen auf, allerdings hatten sich drei Betroffene dagegen ausgesprochen. Im Rat war die Meinung aber unisono, dass das Gemeinwohl in diesem Fall überwiegt und man die Gelegenheit nutzen sollte. Zweiter Bürgermeister Werner Stieglitz regte an, zu versuchen, die Maßnahme über Infrastrukturmittel fördern zu lassen. Die Frage ist, ob das in der Kürze der Zeit zu bewerkstelligen ist.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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