Massiver Umweltschaden in Obermögersheim: Gärsubstrat löst Fischsterben aus | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.03.2026 09:37, aktualisiert am 14.03.2026 13:37

Massiver Umweltschaden in Obermögersheim: Gärsubstrat löst Fischsterben aus

Die Polizei ermittelt wegen einem Umweltdelikt mit massiven Folgen, wie sie selbst schreibt. (Archivbild: Jim Albright)
Die Polizei ermittelt wegen einem Umweltdelikt mit massiven Folgen, wie sie selbst schreibt. (Archivbild: Jim Albright)
Die Polizei ermittelt wegen einem Umweltdelikt mit massiven Folgen, wie sie selbst schreibt. (Archivbild: Jim Albright)

Ein schwerwiegender Austritt von Gärsubstrat aus einer Biogasanlage in Obermögersheim, einem Gemeindeteil von Wassertrüdingen im Landkreis Ansbach, hat laut Polizei zwischen Mittwochabend, 22 Uhr, und Donnerstagmorgen, 7 Uhr, zu massiven Umweltschäden geführt.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde am Vorabend ein Absperrschieber an dem Lager nicht ordnungsgemäß geschlossen, woraufhin etwa 200 Kubikmeter des Substrats unkontrolliert austraten. Dazu, wie hoch die Kapazität des Lagers ist, gibt es derzeit keine Polizeiangaben. Zunächst hatte es von der Polizei geheißen, es seien 40.000 Kubikmeter, was aber angezweifelt wurde.

Obwohl der vorgesehene Havariewall die Flüssigkeit zunächst auffing, sickerte das Substrat durch eine bislang unbekannte Öffnung im Boden und fand seinen Weg in die umliegende Kanalisation sowie in Bäche und Gewässer, heißt es im Polizeibericht weiter. Der betroffene Landwirt stellte den offenen Schieber und die undichte Stelle selbst fest.

Die ökologischen Folgen seien beträchtlich: Das belastete Wasser gelangte in einen nahegelegenen Fischweiher, dessen Fischbestand daraufhin verendete. Die Polizei spricht von 150 toten Fischer. Der Weiher musste durch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Obermögersheim abgepumpt werden. Die Feuerwehr war zudem damit beschäftigt, die betroffenen Bachläufe abzupumpen und das Gemisch kontrolliert und weiträumig auf umliegende Felder zu verteilen, um das Ökosystem zu entlasten.

Untersuchungen durch Fachbehörden dauern laut Polizei an. Spezialisten des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Landratsamtes Ansbach waren bereits vor Ort, um diverse Wasserproben zu entnehmen und die Anlage zu begutachten. Um das Leck im Wall präzise lokalisieren zu können, muss dieser vollständig ausgepumpt werden.

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Für die Kläranlage, so stellt die Polizei fest, stelle Gärsubstrat (ohne Feststoffe) in der Regel keine große Herausforderung dar.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Ursachenerforschung hinsichtlich einer Gewässerverunreinigung und anderer vorliegender Umweltdelikte aufgenommen.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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