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Veröffentlicht am 20.05.2026 05:32

Mercedes-AMG bringt elektrischen GT - bis zu 300 km/h

Zehn Minuten laden, dann weiterfahren: AMG verspricht dank 800-Volt-Technik und bis zu 600 kW Ladeleistung mehr als 460 Kilometer Reichweite nach so einer kurzen Pause. (Foto: -/Mercedes-Benz AG/dpa-tmn)
Zehn Minuten laden, dann weiterfahren: AMG verspricht dank 800-Volt-Technik und bis zu 600 kW Ladeleistung mehr als 460 Kilometer Reichweite nach so einer kurzen Pause. (Foto: -/Mercedes-Benz AG/dpa-tmn)
Zehn Minuten laden, dann weiterfahren: AMG verspricht dank 800-Volt-Technik und bis zu 600 kW Ladeleistung mehr als 460 Kilometer Reichweite nach so einer kurzen Pause. (Foto: -/Mercedes-Benz AG/dpa-tmn)

Mercedes erhöht die Spannung beim Elektroauto und schickt jetzt auch den sportlichen Ableger AMG an die Ladesäule. Nachdem die schnellen Schwaben bisher nur die EQ-Modelle nachgeschärft haben, bringen sie jetzt ihren elektrischen Sportwagen an den Start.

Gerade mit einer großen Show in Los Angeles präsentiert, soll er gegen Ende des Jahres als Nachfolger für den viertürigen GT in den Handel kommen und in jeder Disziplin neue Bestmarken setzen. Einzig beim Preis üben die Schwaben Zurückhaltung: Er soll sich nach Abgaben des Herstellers am Vorgänger orientieren und wird wohl näher bei 150.000 als 200.000 Euro starten.

Bis zu 300 km/h sind möglich

Dafür gibt es eine gut fünf Meter lange und nur 1,41 Meter hohe Flunder mit vier Türen, großem Kofferraum und kleinem Frunk, die auf einer eigenen AMG-Plattform aufbaut und lauter neue Technik nutzt. 

So setzt AMG zum ersten Mal drei sogenannte Axial-Fluss-Motoren ein, die vergleichsweise klein sind und länger ihre Leistung halten. Sie gibt es im GT 55 mit 600 kW/816 PS und im Topmodell GT 63 mit 860 kW/1.169 PS. Mit dann bis zu 2.000 Nm beschleunigt der 2,5 Tonnen schwere Tiefflieger in 2,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht bis zu 300 km/h.

Auch beim Akku betritt AMG Neuland. Die 800-Volt-Zellen der 106-kWh-Batterie haben eine neue Chemie, sind flüssigkeitsgekühlt und laden deshalb besonders schnell mit bis zu 600 kW. Zehn Minuten am Stecker reichen laut AMG für mehr als 460 weitere Kilometer. Vollgeladen schafft der GT den Angaben nach bis zu 700 Normkilometer.

Künstliche Vibrationen sollen Emotionen bringen

Zur technischen Ausstattung zählen ein aktives Fahrwerk und ein digitaler AMG Race Engineer, mit dem man Fahrwerk, Kraftverteilung, Traktion und Stabilität des Sportwagens individuell und feingliedrig konfigurieren und so den Charakter verändern kann.

Weil sich AMG aber vor allem über Emotionen verkauft und die bei vielen Elektroautos bisweilen auf der Strecke bleiben, haben die Entwickler tief in die Trickkiste gegriffen. Neben simulierten Schaltvorgängen und einem vom letzten GT inspirierten V8-Sound gibt es Shaker in Sitzen und Lenksäule. So können „Petrolheads“ der alten Schule den Sound nicht nur hören, sondern fühlen.

© dpa-infocom, dpa:260520-930-103562/1


Von dpa
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