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Veröffentlicht am 16.04.2026 13:00

Mit Vaseline: Warum Fenster jetzt ölige Pflege brauchen

Sind die Fenster dicht, funktioniert die Mechanik, gibt es Schäden? Nach der Heizperiode lohnt sich ein kritischer Blick auf die Fenster. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Sind die Fenster dicht, funktioniert die Mechanik, gibt es Schäden? Nach der Heizperiode lohnt sich ein kritischer Blick auf die Fenster. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Sind die Fenster dicht, funktioniert die Mechanik, gibt es Schäden? Nach der Heizperiode lohnt sich ein kritischer Blick auf die Fenster. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Alles dicht? Sind Fenster das nicht, geht in der Heizperiode über sie viel Energie verloren und Feuchtigkeit kann eindringen. Für Hausbesitzer bietet sich die warme Jahreszeit also an, Vorsorge zu treffen – und die Dichtungen ihrer Fenster zu prüfen und zu pflegen. Letzteres geht dem Verband Privater Bauherren (VPB) zufolge etwa mit Vaseline.

Werden Dichtungen einmal jährlich damit eingefettet, bleiben sie länger geschmeidig und flexibel. Alternativ kann man auch ein Spezialfett aus dem Fachhandel verwenden.

Beschläge mit harzfreiem Öl schmieren

„Es empfiehlt sich zudem, einmal im Jahr die Mechanik der Fenster zu warten“, so Andreas Garscha vom VPB. Beschläge sind durch das Öffnen und Schließen täglichen Belastungen ausgesetzt. „Die Fensterbeschläge mit säure- und harzfreiem Öl zu schmieren, trägt zur Haltbarkeit bei“, sagt Garscha.

Wer Holzrahmen hat, sollte auch die nach dem Winter einmal auf Beschädigungen überprüfen - und gegebenenfalls überarbeiten. Fängt der Lack bereits an zu blättern, muss er zunächst leicht angeschliffen werden, bevor man den Rahmen neu streicht. Ist er morsch, gerissen oder beschädigt, kann das laut den Verbraucherzentralen aber auch ein Grund für einen Fenstertausch sein. 

Der Rahmen macht mit bis zu 30 Prozent einen erheblichen Teil der Fensterfläche aus, seine Dämmwirkung spielt deshalb für das gesamte Fenster eine große Rolle.

Dichtung mit Kerze testen

Sie sind unsicher, ob die Dichtungen Ihrer Fenster noch in Ordnung sind? Dem VPB zufolge kann man das zunächst mit der bloßen Hand testen: Spürt man daran einen Luftstrom trotz geschlossenem Fenster, ist es sinnvoll, der Sache nachzugehen. Auch eine flackernde Kerzenflamme kann ein Indiz für undichte Fenster sein.

Bis zu einem gewissen Grad lässt sich das Problem dann mit Schaumstoff- oder Dämmstreifen beheben, so der VPB. Im Idealfall lässt man das aber Experten beurteilen, da es Risiken geben kann. Etwa anschließend zu geringen Luftaustausch und damit schlimmstenfalls Schimmelgefahr. Sind neue Dichtungen notwendig, raten die Verbraucherzentralen solche aus gummiartigem Material zu verwenden statt Dichtungsbänder aus Schaumstoff.

© dpa-infocom, dpa:260416-930-952707/1


Von dpa
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