Werder Bremen hat Daniel Thioune als neuen Trainer verpflichtet. Der Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga vermeldete bei der Suche nach einem Nachfolger von Horst Steffen damit im dritten Anlauf einen Erfolg. Zuvor hatte weder die Verpflichtung von Bo Henriksen noch von dessen dänischem Landsmann Bo Svensson geklappt. Die Vertragsdauer von Thioune wurde nicht kommuniziert.
„Wir hatten sehr gute Gespräche mit Daniel. Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Turnaround schaffen werden“, sagte Werders Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz. Seine Premiere als Werder-Coach wird Thioune am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg geben.
Die Bremer hatten sich am vergangenen Wochenende nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach von Steffen getrennt. Seit zehn Spielen ist das Team in der Bundesliga sieglos. Der Vorsprung auf die Mainzer auf dem Relegationsplatz ist auf einen Punkt zusammengeschrumpft.
Thioune war im Oktober vergangenen Jahres bei Fortuna Düsseldorf freigestellt worden. Dass der 51-Jährige eine Mannschaft im Abstiegskampf retten kann, hat er 2022 in Düsseldorf gezeigt. Im Februar übernahm Thioune den Traditionsclub auf Platz 15, beendete die Saison im gesicherten Mittelfeld. Ein Jahr später führte Thioune die Mannschaft auf Platz vier der 2. Bundesliga und scheiterte weitere zwölf Monate darauf erst in der Relegation am Aufstieg.
„Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen“, sagte Thioune.
Thioune hat allerdings auch eine - zumindest für Werder-Fans - pikante Vergangenheit. Von Juli 2020 bis Mai 2021 trainierte er den Hamburger SV in der 2. Bundesliga, musste aber vorzeitig gehen, da der Aufstieg zu misslingen drohte. Letztlich kehrte der HSV erst vier Jahre später in die Bundesliga zurück.
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