Oberbürgermeister-Wahl in Rothenburg: Rösch und Naser gehen in die Stichwahl | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.03.2026 23:13

Oberbürgermeister-Wahl in Rothenburg: Rösch und Naser gehen in die Stichwahl

Christoph Rösch am Sonntagabend im Sitzungssaal des Rathauses. Er holte die meisten Stimmen im ersten Wahlgang. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Christoph Rösch am Sonntagabend im Sitzungssaal des Rathauses. Er holte die meisten Stimmen im ersten Wahlgang. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Christoph Rösch am Sonntagabend im Sitzungssaal des Rathauses. Er holte die meisten Stimmen im ersten Wahlgang. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Es gibt die von vielen erwartete Stichwahl: Christoph Rösch (SPD) und Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (FRV) treten in zwei Wochen gegeneinander an. Sie holten jeweils 40,3 Prozent und 39,1 Prozent der Stimmen. Florian Vogel von der CSU ist mit 20,6 Prozent aus dem Rennen.

Während in den ersten Hochrechnungen der Amtsinhaber noch deutlich vorne lag, änderte sich das und SPD-Herausforderer Rösch schob sich nach vorne. Als er kurz im Sitzungssaal des Rathauses vorbeischaute, kommentierte er das Ergebnis gegenüber der Redaktion so: „Ich bin wahnsinnig positiv überrascht, weil es ein total spannender Wahlabend war. Ich bin aber natürlich auch unglaublich dankbar für diesen großen Rückhalt im ersten Wahlgang.” Ernst werde es jetzt in zwei Wochen bei der Stichwahl, das sei klar. Er betont: „Ich meine das aber auch ernst. Ich möchte Oberbürgermeister der Stadt Rothenburg werden.” Denn er möchte seine Erfahrung aus der Verwaltung einbringen und mit einem anderen Stil führen. „Das kann man nur als Oberbürgermeister.”

Den amtierenden Oberbürgermeister Naser erreichte die Redaktion telefonisch, er war nicht ins Rathaus gekommen, um die Hochrechnungen anzuschauen. Naser am Telefon: „Das gibt eine spannende Stichwahl in zwei Wochen.“

Naser ist seit 2020 Oberbürgermeister. Der 45-Jährige folgte damals im Alter von 39 Jahren dem ehemaligen Oberbürgermeister Walter Hartl – ziemlich genau zu Beginn der Corona-Pandemie. Naser hatte sich eindeutig gegen die CSU-Kandidatin Martina Schlegl in der Stichwahl mit 60,71 Prozent durchgesetzt. Im ersten Wahlgang hatte er 46,77 Prozent erreicht. Dass Naser eine zweite Amtszeit anstrebt, das war keine Überraschung. Als er verkündet hatte, dass er wieder antritt, sagte er über das Amt unter anderem, dass dies ein Job sei, „der sehr viel Freude bringt“. Es gebe „viele Punkte, die mir wirklich sehr viel Spaß machen. Ich glaube, sonst geht es auch gar nicht“. Der Historiker, der zuvor an der Uni Würzburg gearbeitet hatte, stammt aus Wolfsau bei Diebach. Dort lebt er mit seiner Familie. Einige seiner Haupt-Zukunftsthemen aus dem Wahlkampf: Krankenhaus, Kindergärten (Sanierungen und Neubau), Klimaschutzkonzept.

Rösch ist 33 Jahre alt. Der studierte Diplomverwaltungswirt, der in der Sozialverwaltung des Bezirks Unterfranken als Regierungsoberinspektor tätig ist, hatte schon Anfang April 2025 seine Kandidatur bekanntgegeben. Rösch ist in Gebsattel aufgewachsen und wohnt in Rothenburg. Er ist Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes. Im Wahlkampf hatte er zu verschiedenen Veranstaltungsformaten eingeladen, um sich und seine Themen näher vorzustellen. Nach dem Neuberger-Triell Ende Januar wuchs das Interesse an ihm spürbar. Einige seiner Hauptthemen: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Stadt zu einem Ort der Rückkehrenden machen, und das Krankenhaus. Die Grünen hatten sich im Vorfeld der Wahl offiziell für Rösch ausgesprochen und empfohlen, ihn zu wählen.

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