Für mehrere Sanierungs- und Bauvorhaben des TSV Scheinfeld gewährt die Stadt Zuschüsse. Sie summieren sich zu insgesamt rund 70.000 Euro, was in etwa einem Zehntel der Gesamtinvestitionen entspricht.
Bürgermeister Claus Seifert sprach von „mehreren Kleinanträgen und einem Hauptantrag”. Allerdings summieren sich bereits die Kleinanträge zu einer sechsstelligen Summe, die der TSV zum einen in sein Tennisheim, zum anderen in eine Flutlichtanlage sowie – zum Dritten – in einen Soccer-Ground stecken will.
Der Hauptantrag betrifft die Sanierung der TSV-Halle. Allein dafür setzt der Verein Ausgaben von über 450.000 Euro an. Angesichts der Gesamtkosten von etwa 700.000 Euro (TSV-Vizevorsitzender Klaus Luckert sprach vom „größten finanziellen Kraftakt in der Nachkriegsgeschichte”) freute sich Seifert, dass der Verein noch mit einer 40-prozentigen Förderung durch den Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) rechnen könne. Wichtig seien aber auch die Co-Finanzierer; der Landkreis steuere eine kleine Summe bei, sagte Seifert, und die Stadt eine etwas größere.
Luckert erläuterte vor allem mit Blick auf die Halle, dass der TSV „einen gewissen Investitionsstau” nun auflöse. Zudem müsse der Verein die BLSV-Zuschüsse zunächst vorfinanzieren, denn diese flössen erst, wenn die Arbeiten abgeschlossen und abgenommen sind, was bei der Halle eventuell erst in zwei Jahren der Fall sein könnte. Nach wie vor unsicher ist, ob der Verein die Vorsteuer erstattet bekommt. Das war bereits vor einem Vierteljahr bei einer außerordentlichen TSV-Versammlung angesprochen worden; es geht dabei um einen hohen fünfstelligen Betrag, hieß es im Juli.
Dritter Bürgermeister Dr. Berthold Krabbe, der ebenso wie Seifert und Luckert Vorstandsmitglied im TSV ist, versicherte dem Ratsgremium, der TSV werde keinen „Palast” bauen, sondern: „Es ist das dringend Notwendige”, sagte Krabbe und ging davon aus, dass die Maßnahmen „ein viertel bis halbes Jahrhundert” vorhalten werden.
Vor dem einstimmigen Beschluss des Ratsgremiums merkte Bürgermeister Seifert noch an, dass der städtische Zuschuss nur auf den ersten Blick etwas über zehn Prozent liege, die die Stadt als Zuschuss gewährt. Die an die Leinwand im Bürgersaal projizierten Zahlen (mit einer Gesamtsumme von 663.000 Euro) enthielten nur die Vorhaben, für die es eine BLSV-Förderung gibt. Die im Gesamtprojekt ebenfalls enthaltenen Arbeiten an der Wohnung, die es im Vereinsgebäude an der Würzburger Straße gibt, werden vom Sportverband nicht gefördert. Rechne man diese mit ein, so halte die Stadt ihren üblichen Förderrahmen ein.