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Veröffentlicht am 23.02.2026 04:58, aktualisiert am 23.02.2026 12:06

Reformgruppen fordern Erneuerung statt Kulturkampf

In Würzburg tagt derzeit die Deutsche Bischofskonferenz (DBK). (Symbolbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
In Würzburg tagt derzeit die Deutsche Bischofskonferenz (DBK). (Symbolbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
In Würzburg tagt derzeit die Deutsche Bischofskonferenz (DBK). (Symbolbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Katholische Reformgruppen sehen in der Neuwahl eines Chefs der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eine Entscheidung von großer Tragweite. „Die anstehende Wahl entscheidet nicht allein über eine Personalie, sondern darüber, ob die römisch-katholische Kirche in Deutschland den Weg glaubwürdiger Erneuerung weitergeht – oder in innerer Lähmung und kulturkämpferischer Selbstverengung verharrt“, teilten die Gruppen wie etwa „Wir sind Kirche“ oder „Maria 2.0“ mit.

Die deutschen Bischöfe wählen am Dienstag in Würzburg einen Nachfolger für ihren bisherigen Vorsitzenden Georg Bätzing, der sich zurückzieht. 

Es müsse ein Nachfolger gefunden werden, „der Missbrauchsaufarbeitung und Reformprozesse mindestens ebenso entschieden – wenn nicht sogar noch entschiedener – vorantreibt wie sein Vorgänger“, schrieben die Reformgruppen. „Und sie müssen den neuen Vorsitzenden deutlich stärker unterstützen, als sie es bislang getan haben.“ Entscheidungen, die im Synodalen Weg gemeinsam mit Laien getroffen wurden, müssten Bestand haben. „Wer Beteiligung verspricht, sich im Ernstfall aber auf hierarchische Letztentscheidungsrechte zurückzieht, untergräbt Glaubwürdigkeit und Vertrauen erneut.“

© dpa-infocom, dpa:260223-930-722314/2


Von dpa
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