Regel missachtet: Balljunge sorgt für Leipzig-Frust | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.05.2026 11:56

Regel missachtet: Balljunge sorgt für Leipzig-Frust

Leipzigs Trainer Ole Werner hat Kritik am Verhalten eines Balljungen beim Spiel in Leverkusen geübt. (Foto: Fabian Strauch/dpa)
Leipzigs Trainer Ole Werner hat Kritik am Verhalten eines Balljungen beim Spiel in Leverkusen geübt. (Foto: Fabian Strauch/dpa)
Leipzigs Trainer Ole Werner hat Kritik am Verhalten eines Balljungen beim Spiel in Leverkusen geübt. (Foto: Fabian Strauch/dpa)

RB Leipzigs Trainer Ole Werner hat nach der 1:4-Pleite bei Bayer Leverkusen die seit dieser Saison unerwünschte Handlungsschnelligkeit eines Balljungen vor dem Führungstor der Werkself kritisiert und für die Zukunft eine einheitliche Anwendung gefordert. „Grundsätzlich bin ich ein großer Freund davon, dass es eine Regel gibt. Wenn die Regel nicht umgesetzt wird, muss das in irgendeiner Form geahndet werden. Sonst macht das wenig Sinn“, sagte Werner.

Was war passiert? Bei einem Leipziger Angriff köpfte Nicolas Seiwald den Ball am Leverkusener Tor vorbei. Ein Balljunge warf Bayer-Torwart Mark Flekken sofort einen anderen Ball zu, mit dem der Niederländer einen schnellen Gegenangriff einleitete, der zur Bayer-Führung durch Patrik Schick führte. 

Die Aktion sei zwar nicht entscheidend für den Ausgang der einseitigen Partie gewesen, habe aber „dem Spiel eine Richtung gegeben“, monierte Werner und fügte hinzu: „Wir haben auf der Trainertagung vor einem halben Jahr darüber gesprochen, dass es einheitlich ist. Das ist wünschenswert für die Zukunft.“

Regel ist nicht verpflichtend

Die Deutsche Fußball Liga hatte den Vereinen vor dieser Saison die Regel empfohlen, dass Balljungen das Spielgerät den Spielern nicht mehr zuwerfen, sondern es auf einer markierten Stelle ablegen. Da es sich dabei aber nicht um eine offizielle FIFA-Regel handelt, ist die Umsetzung nicht verpflichtend.

Regelkenntnis bewies ein Berliner Balljunge beim Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den 1. FC Köln (2:2). Hartnäckig hielt der Steppke das Spielgerät fest, das Union-Profi Josip Juranovic für einen schnellen Einwurf haben wollte. Der ob der Situation verdutzte Profi musste sich einen anderen, auf einem Plastikhütchen bereitliegenden Ball nehmen. Auf den Spielausgang hatte die Aktion im Gegensatz zur Situation in Leverkusen keinen Einfluss. 

Anders als die Leipziger konnten die Leverkusener Sieger über die Szene in der 25. Minute nach dem Abpfiff lachen. „Wir haben das in anderen Ligen gesehen und wollten auch dazugehören“, sagte Offensivspieler Ibrahim Maza. Und Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes flachste mit einem Grinsen: „Wir mögen doch alle eine hohe Netto-Spielzeit.“

© dpa-infocom, dpa:260503-930-27136/1


Von dpa
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