Rennfahrer Mario Farnbacher hat bisher eine schwierige Saison | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.06.2023 08:00

Rennfahrer Mario Farnbacher hat bisher eine schwierige Saison

Mario Farnbacher im Fahrerlager in Daytona. (Foto: Jon Bennett)
Mario Farnbacher im Fahrerlager in Daytona. (Foto: Jon Bennett)
Mario Farnbacher im Fahrerlager in Daytona. (Foto: Jon Bennett)

Drei von sieben Stationen, sechs von 13 Rennen – in der GT World Challenge America ist beinahe Halbzeit. Mario Farnbacher sagt: „Es war eine schwierige Saison bisher.“ Der Ansbacher Rennfahrer mischt nach seinem Klassensieg 2022 aber dennoch erneut vorne mit.

Was Farnbacher und seine Teamkollegin Ashton Harrison in diesem Jahr erwarten würde, war schwer einzuschätzen. Nach der Meisterschaft in der Pro-Am-Klasse 2022 war das Duo, das im Feld den einzigen Acura NSX GT3 Evo 22 für das Team Racers Edge Motorsports steuert, in die Pro-Klasse hochgestuft worden.

Teilnehmerfeld verändert sich von Jahr zu Jahr relativ stark

Das Teilnehmerfeld dieser nordamerikanischen Rennserie nach GT3-Reglement verändert sich von Jahr zu Jahr relativ stark, wie Farnbacher erläutert. In der höchsten Kategorie Pro sind 2023 nur fünf Fahrzeuge fest gemeldet, in der Pro-Am sind es zehn (dazu ein Am-Team). Vergangenes Jahr war es eher umgekehrt. Und auch wenn die Pro-Klasse eigentlich höher eingestuft ist, so zeigen die Rennergebnisse, dass die Teams beider Klassen durchaus gleichwertig sind.

Der 31-Jährige, der im heimischen Ansbach trotz Pflichten in den USA weiterhin ein Autohaus betreibt, sagt deshalb: „Ich sehe es immer als Ganzes.“ Auch die Fahrer der anderen Klasse sind für ihn Konkurrenten um den Sieg. Tatsächlich konnte das mittelfränkisch-amerikanische Gespann auch schon in einem der sechs Rennen den Tagessieg holen und belegt in der Pro-Wertung bis dato Rang zwei.

Nach dem verkorksten Auftakt kam Schwung rein

Das beste könnte für die Acura-Piloten dabei noch kommen. Denn nach dem Auftakt in Sonoma – „Diese Strecke liegt unserem Auto gar nicht.“ – und dem völlig verkorksten Wochenende in New Orleans kam Schwung rein.

In Sonoma, im Norden Kaliforniens, trieben die beiden ihren Acura „mit Glück und Pech“ noch auf die Gesamtränge fünf und sechs. In New Orleans kamen sie aber zweimal gar nicht erst ins Ziel. An einem völlig verregneten Rennwochenende beförderte Farnbacher im ersten Rennen den 550-PS-Boliden ins Kiesbett, im zweiten Rennen tat es ihm Harrison gleich. „Da lief alles schief, was schiefgehen konnte“, so Farnbacher.

In Austin gelang im zweiten Lauf der erste Sieg

In Austin, Texas, herrschte dann „entsprechend Druck“, endlich mal ganz vorne reinzufahren. Im ersten Rennen reichte es nach „guter Leistung“ zu Gesamtrang sieben, den zweiten Lauf gewann das Duo dann tatsächlich. „Das war ein gewisse Genugtuung“, so Farnbacher.

Zu der Einschätzung kommt er, weil die beiden nicht nur im Mai in New Orleans zweimal ausgeschieden waren, sondern auch weil sie Mitte April schon großes Pech bei ihrem Auftritt in Long Beach hatten. Da durften sie beim Lauf zur IMSA Sports Car Championship – die Nummer 1 der Sportwagen-Rennserien in den USA – starten. Doch nach einem Unfall im Qualifying von Harrison war der Acura nicht mehr zu reparieren und das Wochenende war gelaufen.

Die nächsten Rennen im Juni in Virginia im Osten der USA

Am 17. und 18. Juni finden die nächsten Rennen der Challenge in Virginia im Osten der USA statt. Das eingespielte Team um Farnbacher und Harrison wähnt sich dafür gut gerüstet. Außerdem kann der Ansbacher – nach Rang fünf in der GTD-Klasse in Daytona im Februar und dem Desaster in Long Beach – wohl ein drittes Mal in einem IMSA-Rennen starten. Details dürfe er aber noch nicht verraten.

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