Rot als Knackpunkt: Klose-Kompliment trotz 0:3 | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.04.2025 16:26

Rot als Knackpunkt: Klose-Kompliment trotz 0:3

Die Großchance zum 1:1 für Nürnberg: Ondrej Karafiat (l) scheitert im Fallen an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes. (Foto: Daniel Löb/dpa)
Die Großchance zum 1:1 für Nürnberg: Ondrej Karafiat (l) scheitert im Fallen an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes. (Foto: Daniel Löb/dpa)
Die Großchance zum 1:1 für Nürnberg: Ondrej Karafiat (l) scheitert im Fallen an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes. (Foto: Daniel Löb/dpa)

Beim Knackpunkt für die schmerzhafte Niederlage gegen den Hamburger SV waren sich beim 1. FC Nürnberg von Trainer Miroslav Klose bis zu seinen Spielern alle einig. Die frühe Rote Karte für Stürmer Janis Antiste war beim 0:3 (0:2) gegen den neuen Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga eine übergroße Hypothek. „Das Ergebnis geht völlig in Ordnung“, sagte Klose. 

„Die Rote Karte war ein harter Schlag“, befand Torwart Jan Reichert, der Beste beim „Club“. „Die Rote Karte hat uns extrem geschwächt“, meinte auch Julian Justvan nach seiner Kapitäns-Premiere im FCN-Dress. Zumal bei der Qualität, die der HSV habe. „Es ist schwierig mit elf Mann. Und mit einem weniger ist es noch schwieriger“, kommentierte Defensivspieler Ondrej Karafiat.

Alles läuft gegen den „Club“ 

Der dominante HSV jubelte vor 47.300 Zuschauern angeführt vom starken Turbo-Dribbler und Torschützen Jean-Luc Dompé in dem verbissen geführten Duell der beiden Traditionsteams. Die Rückkehr der Hanseaten in die deutsche Topliga rückt sieben Jahre nach dem Abstieg näher. Von Anfang an lief alles ideal für die Gäste - und gegen Kloses Elf. „Ich möchte ihr trotzdem ein Kompliment machen für das Spiel mit einem Mann weniger“, sagte der Nürnberger Coach.

Raphael Lubach lenkte einen Schuss von Dompé in der 8. Minute unglücklich ins eigene Tor. Der HSV-Franzose spielte Gegenspieler Tim Janisch mehrfach schwindlig und erzielte nach einem Doppelpass mit Ludovit Reis in der 37. Minute auch das 2:0. In der Endphase erhöhte noch Robert Glatzel (84.).

Rot für Antiste nach VAR-Eingriff

Den Platzverweis von Antiste auf Intervention des Video-Assistenten mochte Klose nicht in Zweifel ziehen. „Er kommt zu spät und trifft den Gegenspieler mit offener Sohle am Schienbein“, beschrieb Klose das grobe Foul an Daniel Elfadli (16.). Schiedsrichter Timo Gerach hatte zunächst nur die Gelbe Karte gezeigt. 

In Unterzahl waren die Nürnberger ohne mehrere Stammkräfte wie den verletzten Topstürmer Stefanos Tzimas und einer neu formierten Abwehr eine Woche nach dem deprimierenden 1:2 in Regensburg ohne Chance. „Wir haben uns das ganz anders vorgestellt“, stöhnte Klose. Platz drei ist jetzt weit weg.

Karafiat vergibt in Unterzahl Chance zum 1:1

Nur einmal kamen die Franken in Unterzahl durch Ondrej Karafiat dem 1:1 wirklich nahe (31.). „Wenn ich treffe, wird es vielleicht ein anderes Spiel“, spekulierte der Tscheche. Stattdessen dominierten die Hamburger. Emir Sahiti traf den Pfosten (60.). Und mehrmals verhinderte der starke Reichert weitere HSV-Tore. Schlusswort Kapitän Justvan: „Ohne die Rote Karte wäre es definitiv anders ausgegangen.“

© dpa-infocom, dpa:250405-930-424762/1


Von dpa
north